Cristian Vera aus Cerro Navia (Chile) als Südexperte bei KICKFAIR

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04.05.2017 | Von Ende April bis Ende Juli ist Cristian bei KICKFAIR in Deutschland. Hier stellt er sich vor:

„Hallo, mein Name ist Cristian, ich bin 18 Jahre alt und aus Santiago de Chile. Dort engagiere ich mich bei der Organisation CHIGOL. Das erste Mal mitgemacht habe ich 2008, und zwar als Spieler. Später dann ab 2012 machte CHIGOL mit meiner Schule ein Projekt. So wurde ich schrittweise in Straßenfußball-Mediation aus- und weitergebildet. Inzwischen arbeite ich für CHIGOL ehrenamtlich in einer Schule mit Kindern und Jugendlichen verschiedener Klassenstufen mit Straßenfußball.

Von meinem dreimonatigen Aufenthalt bei KICKFAIR erhoffe ich mir neue Erfahrungen zu machen und Neues zu lernen. Insbesondere möchte ich neue Methoden und Arbeitsweisen in und mit Schulen kennenlernen und entwickeln, weil ich mich auch langfristig dort mit CHIGOL sehe und mich weiter einbringen will. Ich hoffe, dass ich bei all dem erfolgreich sein werde – genauso wie ich es bis jetzt in Chile sein konnte.“

Globales FLG-Projekt zu Kinderrechten

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2017 | Chile ist Kinderrechte-Weltmeister!!! Nach 27 Turnieren, 811 erspielten Punkte für die globale Tabelle und hunderten von Workshops zu Straßenfußball und Kinderrechten auf der ganzen Welt wird Chile Champion 2016!

Mit dem Kick-Off im März 2016 in Kambodscha tourte die Kinderrechte-WM einmal um die Welt und fand kurz vor Weihnachten im Norden Brasiliens ihr Ende. Dazwischen liegen Turniere, vielfältige Workshops, öffentliche Präsentationen und Straßenfußball-Events an Schulen, Jugendzentren und Gemeindeplätzen bei KICKFAIR (Deutschland), Chigol (Chile), Formaçao (Brasilien), Salt Academy/Mighty Girls (Kambodscha), Espérance (Ruanda), Hodi (Kenia), Peres Center for Peace (Israel/Palästina), Centro para el desarollo de la inteligencia und Paí Pukú (beide Paraguay).

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CHIFAIR – Jugendbegegnung zwischen KICKFAIR und CHIGOL

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08.12.2016 | Über einen Zeitraum von zwei Wochen sind Jugendliche und Youth-Leader von CHIGOL zu Gast bei KICKFAIR. Im Mittelpunkt der Begegnungsreise steht das von- und miteinander Lernen und der Austausch über die pädagogische Arbeit mit Straßenfußball. Dieses Ziel wird im Rahmen vielfältiger gemeinsamer Aktivitäten erreicht. Zum einen sind die Jugendlichen und Youth-Leader fest in den Büro-Alltag von KICKFAIR integriert und gestalten diesen mit. Hier haben sie die Möglichkeit die Projektarbeit von KICKFAIR hautnah mitzuerleben und sich mit dem gesamten Team von KICKFAIR täglich auszutauschen. Zudem setzen sich die Jugendlichen aus Chile intensiv mit ihren eigenen Biographien auseinander, um ihre Lebensgeschichten und Erfahrungen anschließend in Form von Postern, Texten, Fotos und Videos darstellen und an andere weiterzugeben.

Zum anderen besuchen die Jugendlichen und Youth-Leader aus Chile eine ganze Reihe von Projektgruppen und Partnerschulen von KICKFAIR: in Schwäbisch Gmünd, Tübingen, Speyer, Erlangen und München. Hier haben sie Möglichkeit, sich intensiv über ihre Lebensrealität auszutauschen, ihre Erfahrungen beim Straßenfußball zu vergleichen und ihre Sicht auf lokale und globale Probleme zu diskutieren.

Die Jugendbegegnung und deren Vorbereitung findet in Kooperation und mit der Unterstützung des Goethe-Institutes statt.

Bundesweites Treffen der FLG-Schulen in Deutschland

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24.11.2016 | Ein bunter Videoeinspieler mit Grüßen der internationalen FLG-Partner eröffnete das bundesweite Schultreffen 2016: Vom 20. bis 22. November trafen sich über 100 engagierte Lehrer und Lehrerinnen sowie Schüler und Schülerinnen der KICKFAIR Partnerschulen aus ganz Deutschland in Stuttgart für Austausch, Workshops und Weiterentwicklung gemeinsamer Inhalte und Konzepte.

Neben dem allgemeinen Erfahrungsaustausch zur Arbeit mit dem KICKFAIR Bildungskonzept zu Globalen Lernen an Schulen war dieses Jahr das Projekt „Straßenfußball und Kinderrechte“ 2016 ein zentraler Inhalt des Treffens. Auf der Grundlage unseres viersprachigen Handlungsleitfadens haben sich in diesem Jahr über 2000 Jugendliche innerhalb der internationalen Lernkooperation weltweit mit dem Thema beschäftigt. Im Lehrer/-innentreffen wurden jetzt die Erfolge und Misserfolge ausgetauscht und Ideen entwickelt, wie auch im kommenden Jahr mit dem Leitfaden und dem Thema vertiefend gearbeitet werden kann.

Ausserdem wurde das Treffen auch dazu genutzt, neue KICKFAIR- Lernmodule kennen zu lernen. Was die Lehrer und Lehrerinnen theoretisch diskutierten, haben die Schüler und Schülerinnen gleich praktisch ausprobiert.

Dazu gehörten neue Formate der Begegnungsarbeit zwischen Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund (auch mit und ohne Fluchtgeschichte) wie zum Beispiel die Methoden „Landkarten“, „Lernen über Fußballwaben“,„Straßenfußball trifft Fotografie“ und das Lernen über die neu entwickelten Bildkarten, die ein gemeinsames Lernen ohne vieler Worte ermöglichen sollen.

Mit den Erfahrungen und Rückmeldungen sowohl der Erwachsenen, wie auch der Jugendlichen zu diesen Lernmodulen werden diese nun gemeinsam weiterentwickelt und systematisiert.

Eine kleine Auswahl Jugendlicher wollte das bundesweite Treffen selbst dokumentieren und hielt mit Kamera und Stift das Geschehen in Foto und Text fest. Eine weitere Gruppe Jugendliche wollte schon gleich das KICKFAIR-Festival 2017 in den Blick nehmen und organisierte eine Zukunftswerkstatt, in der erste Ideen gesammelt werden konnten.
Mit dem Abschluss der Veranstaltung am Dienstag sind nun die gemeinsamen Aktivitäten mit den Schulen bis zum Schuljahresende im Sommer 2017 fest gelegt.

Bundesweites Treffen der KICKFAIR-Partnerschulen in Stuttgart

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09.11.2016 | Vom 20. bis 22. November 2016 treffen sich 100 Lehrer und Lehrerinnen sowie Schüler und Schülerinnen der Fußball-Lernen-Global Schulen in Stuttgart. Die Agenda setzt sich zusammen aus der Auswertung des (internationalen) Projektes „Straßenfußball und Kinderrechte“, dem Austausch zu Erfahrungen mit neuen Inhalten im KICKFAIR Bildungskonzept (im Besonderen der Begegnungsarbeit zwischen Jugendlichen mit aktueller und ohne aktueller Fluchtgeschichte) und dem allgemeinen Erfahrungsaustausch zur Arbeit mit dem KICKFAIR Bildungskonzept an Schulen.

Auf dieser Grundlage werden die Inhalte für die Zusammenarbeit 2017 auf den Weg gebracht.

Während der Veranstaltung berichtet die „Dokumentationsgruppe“ (Schüler und Schülerinnen verschiedener Fußball-Lernen-Global Schulen) auf facebook von der Veranstaltung.

Global FLG project Children`s Rights 2016

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2016 | Straßenfußball und Kinderrechte – das ist das aktuelle gemeinsame „Fußball-Lernen-Global“ – Projekt 2016. Zwischen März und Dezember 2016 finden dazu zahlreiche Workshops und Straßenfußball-Events in Chile, Brasilien, Kambodscha, Ruanda, Kenia, Paraguay, Deutschland und Israel/Palästina statt.

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Sebastian Fritz 6 Wochen bei Chigol – er schreibt:

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9.7.2016 | Hola a tod@s!

Mein Name ist Sebastian Fritz. Ich bin 25 Jahre alt und seit der 6. Klasse bei KICKFAIR – also schon ziemlich lange! Ich habe anfangs einfach nur mitgespielt. Dann wurde ich Straßenfußball-Mediator, habe dann als Youth Leader immer mehr Aufgaben bei KICKFAIR übernommen und mittlerweile bin ich festes Teammitglied bei KICKFAIR. Ihr seht – das Konzept überzeugt mich und ich gestalte es aktiv mit. In den letzten 11 Jahren hatte ich also viele verschiedene Rollen und so auch vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und Lernen – mit Projektpartnern in Deutschland aber auch mit Partnern der internationalen Lernkooperation in aller Welt.

CHIGOL kenne ich bereits seit einigen Jahren und konnte verschiedene Jugendbegegnungen und Arbeitsaufenthalte von CHIGOL in unserem Fußball-Lernen-Global-Netzwerk miterleben und mitgestalten. Jetzt habe ich selbst die Gelegenheit eines solchen Arbeitsaufenthaltes bei Chigol. In den kommenden 6 Wochen habe ich die Möglichkeit endlich auch deren Arbeit vor Ort nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis zu erleben.

CHIGOL nutzt nicht nur Straßenfußball und Aktivitäten drum herum, sondern auch andere Zugänge zu den Jugendlichen, wie z.B. Hip-Hop und Rap. Ich freue mich sehr darauf, hier mehr zu lernen,

mich austauschen, meine Erfahrungen mit einzubringen und viele neue Eindrücke auch wieder in meine Arbeit bei KICKFAIR zurück bringen zu können.

In meinen ersten Tagen hier haben wir schon Workshops im Rahmen unseres gemeinsamen Fußball-Lernen-Global Projekts „Straßenfußball und Kinderrechte“ gegeben. Wir haben dabei mit unserem Leitfaden gearbeitet und in dem Stadtviertel Cerro Navia, in dem Chigol beheimatet ist, auch schon mächtig zu Kinderrechten gesprayt und Farbe auf die Straße gebracht!

Da ich selber bisher nur etwas spanisch verstehe aber nur wenig spreche, war ich ganz überrascht, vom Interesse der Jugendlichen auf dem Bolzplatz gleich ein paar Worte Englisch oder Deutsch lernen zu wollen. Deswegen werde ich mich wohl als Englisch- Deutschlehrer in meiner Zeit hier versuchen. Ich freue mich über die Offenheit und Gastfreundschaft hier im Viertel.

Ich bin gespannt was noch alles auf mich zukommt und ob meine bescheidenes fußballerisches Talent ausreicht. Aber genau wie bei unserer lokalen Arbeit in ganz Deutschland zählt der Spaß, Respekt und das gemeinsame Erleben von Straßenfußball. Hasta luego! Sebi

HipHop-Kinderrechte-Workshop mit Gino und Kim in Plochingen

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8.6.2016 | Die Südexperten Kimhong aus Kambodscha und Gino aus Chile waren heute zu Gast in der Marquardtschule in Plochingen. Der Tag stand unter einem ganz besonderen Thema, denn Gino hatte sich zusammen mit den 9 Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klasse zum Ziel gesetzt, einen eigenen Rap zu texten und diesen anschließend aufzunehmen! Zuhause in Santiago de Chile erarbeitet Gino vor allem Lyrik, Texte und HipHop Songs mit den Kindern und Jugendlichen seiner Organisation CHIGOL und ist selbst ein leidenschaftlicher HipHoper.

In Plochingen eröffnete Kimhong mit einem Klatschspiel aus ihrer Organisation SALT, welches die Stimmung auflockerte und eine gute Vorlage für Ginos anschließende Präsentation seiner Arbeit mit den Chigolitos Rap bot. Er berichtete davon, wie die HipHop Workshops bei CHIGOL eingebettet sind und sie sich in der Regel zwei Mal pro Woche treffen, um an Raptexten zu schreiben und diese anschließend in ihrem eigenen Tonstudio Songs aufzunehmen.

Die erste Herausforderung lag darin sich gemeinsam für einen geeigneten Beat zu entscheiden, denn Gino hatte eine ganze Reihe von verschiedenen Rhythmen im Gepäck. Anschließend lud er dazu ein, Bilder und Themen zum Beat entstehen zu lassen. Der vor wenigen Tagen verstorbene Muhammad Ali war für die Gruppe ein Idol und Vorbild, sich gegen Krieg einzusetzen. Im entstandenen Kinderrechte-Song bringen sie ihre Sicht zum Ausdruck und fordern so Schutz vor Krieg.

Es war erstaunlich zu sehen, wie die anfängliche Unsicherheit sich nach und nach in große Freunde und Stolz umwandelte, sobald sie ihren Beat auf den Ohren hatten und ihren Zweizeiler ins Mikrofon rappten. Das Resultat kann sich sehen lassen, denn an nur einem Vormittag entstand hier ein eigener HipHop Song, getextet und gerappt von den Schülerinnen und Schülern der Marquardtschule in Plochingen!

„All denen, die mit sehr wenig große Dinge machen“ – Gino Gaona (Chile) stellt sich vor

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10.05.2016 | Hallo, mein Name ist Gino, ich wohne in der Siedlung „El Montijo“ in der Kommune Cerro Navia, Santiago de Chile. Seit 2008 bin ich Teil der Organisation CHIGOL, in der ich von Beginn an als Straßenfußball-Mediator ausgebildet wurde. Aktuell erarbeite ich im kommunalen Zentrum Chigol mit Kindern und Jugendlichen Lyrik, Texte und Hiphop („Chigolitos Rap“). Unsere Straßenfußball-Methode nutzen wir übergreifend in all unseren Workshops und Inhalten bei Chigol, wo jeder Raum seine eigenen konstruktiven Regeln des Zusammenlebens hat.

Im Mittelpunkt stehen für uns immer die Offenheit und der Respekt gegenüber allen anderen.

Während meines drei Monate langen Aufenthalts bei KICKFAIR hoffe ich vielen engagierten Menschen zu Begegnungen, sich kennenzulernen, mit- und von einander zu lernen und neue Erfahrungen zu teilen.

Südexpertin Kimhong Huot aus Kambodscha stellt sich vor

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03.05.2016 | Hi, ich bin Kimhong, 19 Jahre alt, aus Battambang, Kambodscha.Ich arbeite bei der SALT Academy und bin Teil des Teams „Mighty Girls“. Die Mighty Girls wurden von SALT gegründet, um junge Frauen zu stärken.

Bei den Mighty Girls arbeiten wir normalerweise nur mit Mädchen und Frauen, die in schwierigen Bedingungen leben oder aus dem ländlichen Raum kommen. Gemeinsam versuchen wir Lösungen für ihre Situationen zu entwickeln. Ich selber bin seit 6 Jahren Spielerin bei den Mighty Girls. Und inzwischen bin ich eine Vollzeit-Mitarbeiterin der SALT Academy.

Ich wünsche mir für meine Zeit in Deutschland, dass ich neue Ideen für meine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bei SALT bekomme.

Natürlich bringe ich auch unsere Methoden und Erfahrungen mit, die wir alltäglich in unserer Arbeit nutzen. In den drei Monaten bei KICKFAIR möchte ich von und in einer neuen Kultur lernen, neue Arbeitsweisen ausprobieren, verstehen wie gelebt wird, neue Sprachen lernen und Freundschaften schließen … und mehr! Ich hoffe, dass ich viel neues Wissen und Erfahrung aus der Zeit mit KICKFAIR mit nach Kambodscha nehmen kann, um es dort in meiner Organisation, Kommune und Gesellschaft zu teilen – und das auch langfristig!

Meine Botschaft an alle junge Menschen ist: ដាំក្នុងសាលា ដុះក្នុងសង្គម

Das ist Khmer, unsere Hauptsprache in Kambodscha, und bedeutet: „In der Schule gepflanzt – gewachsen in der Gesellschaft“