Global FLG project Children`s Rights 2016

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Straßenfußball und Kinderrechte – das ist das aktuelle gemeinsame „Fußball-Lernen-Global“ – Projekt 2016. Zwischen März und Dezember 2016 finden dazu zahlreiche Workshops und Straßenfußball-Events in Chile, Brasilien, Kambodscha, Ruanda, Kenia, Paraguay, Deutschland und Israel/Palästina statt.

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„All denen, die mit sehr wenig große Dinge machen“ – Gino Gaona (Chile) stellt sich vor

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10.05.2016 | Hallo, mein Name ist Gino, ich wohne in der Siedlung „El Montijo“ in der Kommune Cerro Navia, Santiago de Chile. Seit 2008 bin ich Teil der Organisation CHIGOL, in der ich von Beginn an als Straßenfußball-Mediator ausgebildet wurde. Aktuell erarbeite ich im kommunalen Zentrum Chigol mit Kindern und Jugendlichen Lyrik, Texte und Hiphop („Chigolitos Rap“). Unsere Straßenfußball-Methode nutzen wir übergreifend in all unseren Workshops und Inhalten bei Chigol, wo jeder Raum seine eigenen konstruktiven Regeln des Zusammenlebens hat.

Im Mittelpunkt stehen für uns immer die Offenheit und der Respekt gegenüber allen anderen.

Während meines drei Monate langen Aufenthalts bei KICKFAIR hoffe ich vielen engagierten Menschen zu Begegnungen, sich kennenzulernen, mit- und von einander zu lernen und neue Erfahrungen zu teilen.

Südexpertin Kimhong Huot aus Kambodscha stellt sich vor

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03.05.2016 | Hi, ich bin Kimhong, 19 Jahre alt, aus Battambang, Kambodscha.Ich arbeite bei der SALT Academy und bin Teil des Teams „Mighty Girls“. Die Mighty Girls wurden von SALT gegründet, um junge Frauen zu stärken.

Bei den Mighty Girls arbeiten wir normalerweise nur mit Mädchen und Frauen, die in schwierigen Bedingungen leben oder aus dem ländlichen Raum kommen. Gemeinsam versuchen wir Lösungen für ihre Situationen zu entwickeln. Ich selber bin seit 6 Jahren Spielerin bei den Mighty Girls. Und inzwischen bin ich eine Vollzeit-Mitarbeiterin der SALT Academy.

Ich wünsche mir für meine Zeit in Deutschland, dass ich neue Ideen für meine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bei SALT bekomme.

Natürlich bringe ich auch unsere Methoden und Erfahrungen mit, die wir alltäglich in unserer Arbeit nutzen. In den drei Monaten bei KICKFAIR möchte ich von und in einer neuen Kultur lernen, neue Arbeitsweisen ausprobieren, verstehen wie gelebt wird, neue Sprachen lernen und Freundschaften schließen … und mehr! Ich hoffe, dass ich viel neues Wissen und Erfahrung aus der Zeit mit KICKFAIR mit nach Kambodscha nehmen kann, um es dort in meiner Organisation, Kommune und Gesellschaft zu teilen – und das auch langfristig!

Meine Botschaft an alle junge Menschen ist: ដាំក្នុងសាលា ដុះក្នុងសង្គម

Das ist Khmer, unsere Hauptsprache in Kambodscha, und bedeutet: „In der Schule gepflanzt – gewachsen in der Gesellschaft“

Ausstellung „Straßenfußball – ein Spiel, eine Vision, eine Welt“

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17.12.2015 | Mit unserer Ausstellung „Straßenfußball – ein Spiel, eine Vision, eine Welt“, die an unseren FLG-Partnerschulen in ganz Deutschland zum Einsatz kommen wird, soll noch stärker das Interesse möglichst vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener am Straßenfußball und Globalem Lernen geweckt werden.

Die Ausstellung besteht aus zwei Grundmodulen mit insgesamt sechs Postern. Die Poster geben einen Gesamtüberblick über die Bildungsarbeit mit Straßenfußball:

Vom Ursprung der Spielweise in Kolumbien bis hin zur globalen Vernetzung über die KICKFAIR Partnerorganisationen. Ein weiteres offenes Modul kann von jeder Schule selbst gestaltet werden.

Die Ausstellung wurde so entwickelt, dass sie sehr flexibel und einfach einsetzbar ist: bei Straßenfußball-Turnieren, bei Schulfesten, in der Aula, im Klassenzimmer oder bei Projekt-Präsentationen – der Kreativität der Schülerinnen und Schüler sind keine Grenzen gesetzt.

Berlin, Ostfildern, München: Jugendliche bringen kritische Auseinandersetzungen in professionelle Fotos

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16.11. – 14.12.2015 | Jugendliche aus KICKFAIR Partnerschulen in Berlin, München und Ostfildern (bei Stuttgart) erstellen in diesen Wochen mit professionellen Fotografen und Medienpädagogen Fotos zu aus ihrer Sicht zentralen gesellschaftlichen Themen in einer globalen Gesellschaft. Dazu gehören zum Beispiel Menschen- und Kinderrechte, soziale Gerechtigkeit, Werte und kulturelle Vielfalt. Welche Ideen hinter ihren Themen und Darstellungsformen stecken erzählen sie in kurzen Videos, die während der Projekttage mit ihnen gedreht werden.

Im Anschluss stellen die Jugendlichen die Fotos und Videos an ihren Schulen vor und arbeiten mit Schülern und Schülerinnen an den verschiedenen Themen. Aus diesen Erfahrungen werden Unterrichtsmaterialen erstellt, die einen Transfer dieses peer-to-peer Ansatzes auch an anderen KICKFAIR Partnerschulen in Deutschland möglich macht.

In der Erich-Kästner-Schule in Ostfildern entschied sich die Gruppe aus der 7ten Klasse für Fragestellungen, die sie inhaltlich sowohl mit ihrem Klassenverband, ihrem Umfeld, als auch mit ihrer internationalen Lernpartnerschaft mit Jugendlichen des Peres Center for Peace in Israel/Palästina  diskutierten: Wie treten wir in Verbindung? Wie fassen wir Vertrauen für ein gutes Zusammenleben? Wie bauen wir Brücken?

Auch die Brandenburg-Gruppe aus Teltow bei Berlin verband globale und soziale Fragestellungen mit ihren eigenen Erfahrungen. Kombiniert mit theaterpädagogischen Methoden brachten sie ihre komplexen Themen, wie beispielsweise strukturelle Ungleichheiten, Augenhöhe und Privilegien, in beeindruckende Bilder.

Und die dritte Gruppe, die in Kooperation mit dem Querpass-Zukunft-Projekt am Foto-Projekt mitmacht, verknüpfte ihre inhaltliche Auseinandersetzung mit Kinderrechten und brachte das in Bilder.

STRASSENFUSSBALL – WERTSCHÄTZUNG – FOTOGRAFIE: An der Hauptschule Nikolaus Kopernikus (Garbsen) gehört das zusammen

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22.10.2015 | „Wertschätzung“ – das hat sich die Nikolaus Kopernikus Hauptschule in Garbsen bei Hannover ins Schulprofil geschrieben. Nur: was heißt das denn jetzt genau? Was verstehen Schüler und Schülerinnen darunter – und wie kann man diesen Begriff dann an der Schule auch mit Leben füllen? Darüber haben sich Schüler und Schülerinnen, KICKFAIR und ein Profi-Fotograf in zwei Projektwochen gemeinsam Gedanken gemacht.

Herausgekommen ist die Fotoausstellung „WERTSCHÄTZUNG: Fotografie trifft Straßenfußball“ die am 16. Oktober im Rathaus der Stadt Garbsen vom Oberbürgermeister der Stadt und den Unterstützern terre des hommes und Volkswagen Belegschaftsstiftung eröffnet wurde.  Dort zeigten Schüler und Schülerinnen der beiden inzwischen 6. Klasse in 8 großformatigen Fotos, wie sie Straßenfußball und Wertschätzung an ihrer Schule zusammen bringen.

Sie führten die Besucher und Besucherinnen in die von ihnen entwickelte Fotoreihe ein, erklärten, wie sie den abstrakten Begriff ‚Wertschätzung’ durch ihre Erfahrungen im Straßenfußball mit Leben füllen und wie sie das auf das Leben im Klassenzimmer, der Schule und auf der Welt übertragen. Um das auch gleich in der Praxis erlebbar zu machen, organisierte die Jugend-Orga-Gruppe der 9. Klassen ein Straßenfußballturnier, zu dem sie die „Neuen“ der 5. Klasse einluden um sie an der für sie neuen Schule „Wertschätzend Willkommen“ zu heißen.

Die Ausstellung steht seit der Eröffnung und für mehrere Wochen im öffentlich zugänglichen Foyer des Rathaus Garbsen. Anschließend entsteht in der Schule ein eigenes Konzept, wie andere Klassen mit der Ausstellung inhaltlich arbeiten können.

Südexperten aus Chile und Paraguay zu Gast bei KICKFAIR

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13.10.2015 | Flavio kommt von Chigol, FLG-Partnerorganisation in Chile, und Martin aus dem Centro Educativo P’aí Puku aus Paraguay, ebenfalls Partner im FLG-Netzwerk. Die Monate von September bis Anfang Dezember verbringen die beiden als Südexperten bei KICKFAIR.

Aktuell reisen Martin und Flavio quer durch Deutschland und führen globale Workshop-Tage an den FLG-Schulen durch. Dabei tauschen sie sich mit den Schülerinnen und Schüler über Straßenfußball, ihre Lebenswelten und globale Verknüpfungen aus. Auf unserer FLG-Facebook-Seite berichten die beiden regelmäßig von ihren Erfahrungen in den Schulen.

Intensive Lernbegegnung zwischen Jugendlichen aus Chile, Deutschland und Paraguay in Teltow

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30.09.2015 | Die seit dem elften September stattfindende Begegnung findet heute seinen Abschluss. Zurück geblickt werden kann auf unvergessliche drei Wochen zwischen den Chigol-itos, einer Jugendgruppe von Chigol in Chile, Jugendlichen der Mühlendorf Oberschule in Teltow, sowie Pa’i Puku aus Paraguay, die in diesem Jahr zum ersten Mal vor Ort dabei war. Flavio von Chigol bringt es auf den Punkt: „Vom ersten bis zum letzten Tag spürten wir eine wahnsinnig starke Verbindung zwischen allen Jugendlichen des internationalen Teams, der einmalig und unvergesslich ist.“

Die Begegnung ist die Rückbegegnung der Lernpartnerschaft und wurde durch das ENSA-Programm und die Stiftung Nord-Süd-Brücken gefördert.

Seit mehreren Monaten bereiteten beide Seiten die Inhalte der Partnerschaft vor. Nun war endlich der Zeitpunkt gekommen, die bestehenden Ideen an einem gemeinsamen Ort in die Tat umzusetzen. So entschied sich die Gruppe gemeinsam dafür am Thema Rassismus arbeiten zu wollen. Im Mittelpunkt stand zunächst die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema, sowie der Geschichte Deutschlands anhand eines Besuchs des KZ Sachsenhausen. Im nächsten Schritt setzte sich die internationale Gruppe mit der Lebensrealtität in Deutschland lebender Jugendlicher Flüchtlinge auseinander, die in der Nachbarschule in die Willkommensklasse gehen. Das Highlight war ein von den Jugendlichen vorbereiteter gemeinsamer Tag mit ihnen, an denen anhand von vorbereiteten Fragen intensive persönliche Geschichten geteilt wurden.

Als zweites Thema entschied das internationale Team sich mit Sexualität auseinanderzusetzen.

Gemeinsam wurde ein vertrauensvoller Raum gestaltet, in dem sich alle sehr persönlich zu ihren Fragen austauschen konnten. Thema war auch, welche Beziehungsverständnisse und Sex-Mythen in Deutschland und Chile bestehen.

Und selbstverständlich wurde auch zur gemeinsamen Leidenschaft Straßenfußball gearbeitet, verschiedene Methoden verglichen, hinterfragt und vertieft und neue Fähigkeiten in Straßenfußball-Mediation erschlossen. Höhepunkt dieses Themas war das gemeinsam veranstaltete kommunal-internationale Straßenfußball Turnier in Teltow, an dem die Willkommensklasse, Gymnasien und Oberschule der Stadt teilnahmen. Als Produkt der Auseinandersetzung, entstand die neue Spielweise „chifair“, inklusive einem neuem Teamer-Bogen, in der Aspekte aus Chile und Deutschland vereint sind.

Am Ende waren sich alle einig: Die drei Wochen, in denen die inzwischen langjährigen Partner von einander lernen konnten, gemeinsame Inhalte umsetzten und Freundschaften untereinander vertieften, werden für immer in Erinnerung bleiben. Und die nächsten Perspektiven sind bereits vorhanden: Auf beiden Seiten und gemeinsam  werden in den nächsten Monaten die vielen Inhalte als Material aufgearbeitet, mit dem wieder neue und noch mehr Jugendliche für einen kritischen Umgang mit Rassismus, sowie mit Sexualität sensibilisiert werden. Per Skype, Facebook und Whatsapp bleibt die Gruppe im Kontakt, um ihr lokales Engagement fortlaufend abzustimmen und zu vertiefen.

Mehr Eindrücke gibt es unter facebook.com/football.learning.global

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Fußball-Lernen-Global ist erfolgreich und erhält dafür das Phineo Wirkt-Siegel

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23.09.2015 | Für „Fußball-Lernen-Global“ wurde KICKFAIR im English Theatre Frankfurt/Main vom Basketballstar Dirk Nowitzki und PHINEO mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet und als ein wirkungsvolles Konzept zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen gewürdigt.

„Fußball-Lernen-Global macht junge Menschen fit für die Zukunft. Durch das KICKFAIR-Bildungskonzept erwerben Kinder und Jugendlichen wichtige soziale und interkulturelle Kompetenzen, die sie für ihr späteres Berufsleben benötigen.“ beschreibt PHINEO-Vorstand Dr. Andreas Rickert den erfolgreichen Handlungsansatz.

PHINEO hatte gemeinnützige Organisationen aus ganz Deutschland zum Verfahren eingeladen und prüfte deren Arbeit über ein Jahr lang auf Herz und Nieren. Die Teilnehmenden füllten umfangreiche Fragebögen aus, reichten Unterlagen ein und wurden von dem Analyseteam vor Ort besucht.

Eine unabhängige Kommission entschied im letzten Schritt, welches Projekt das Wirkt-Siegel erhält – ein Spendensiegel für besonders wirkungsvoll arbeitende Organisationen.

Bundesweites Schulfestival in Ostfildern

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22.07.2015 | Vom 10. bis zum 13. Juli 2015 fand das bundesweite Schulfestival in Ostfildern bei Stuttgart statt. Lehrer und Lehrerinnen aber auch Schüler und Schülerinnen aus Fußball-Lernen-Global Schulen in ganz Deutschland trafen sich zum Austausch.

Drei Tage lang hatten Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen verschiedene Möglichkeiten zum Austausch. Dabei ging es um Erfahrungen mit der Spielmethode aber auch um verschiedene Settings in der Umsetzung an Schulen. Für die Lehrer und Lehrerinnen- Runde war die Vorstellung von Best-Practice Beispielen und wie eine erfolgreiche Verankerung von globalem Lernen an der Schule erfolgreich gelingen kann von ganz besonderem Interesse. Die Diskussionen darüber wurden gleich mit den zentralen Inhalten der Projektaktivitäten im Projekt „Ein Spiel – eine Vision – eine Welt“ verknüpft, das seit April weitere drei Jahre im Förderprogramm entwicklungspolitischer Bildungsarbeit (FEB) vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird. Es ist die direkte Weiterentwicklung des Ende 2014 abgeschlossenen Projektes „Über den Spielfeldrand hinaus“. So konnten auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen die anstehenden Inhalte besprochen und die Aktivitäten gemeinsam geplant werden.

Für die Jugendlichen war das diesjährige Festival nicht nur ein Austausch mit Gleichgesinnten in Deutschland. Durch die Verknüpfung  mit dem internationalen Fachtreffen mit den KICKFAIR Partnerorganisationen der internationalen Lernkooperation aus Chile, Brasilien, Paraguay, Ruanda, Kenia, Israel, Palästina und Kambodscha, hatten die Jugendlichen die Möglichkeiten, mit Youth Leadern aus aller Welt  zu arbeiten. In Kleingruppen, die auch von den internationalen Youth Leadern maßgeblich mit gestaltet wurden, erfuhren die Jugendlichen aus Deutschland mehr über gesellschaftlichen Hintergründe der Partnerorganisationen, die Lebenswelten dort und wie Straßenfußball die Perspektiven von Kindern dort verändern kann. In diesem Zusammenhang haben sie sich auch über mit Kinderrechten  auseinander gesetzt und wie diese durch beziehungsweise mit Straßenfußball noch besser umgesetzt werden können.

Abschließender Höhepunkt des Festivals war ein großes Straßenfußball-Turnier mit bunt gemischten Teams. Hier spielten jung, alt, Jungen, Mädchen und die internationalen Gäste gemeinsam nach der besonderen Spielweise des Straßenfußballs.