Südexperten aus Chile und Paraguay zu Gast bei KICKFAIR

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13.10.2015 | Flavio kommt von Chigol, FLG-Partnerorganisation in Chile, und Martin aus dem Centro Educativo P’aí Puku aus Paraguay, ebenfalls Partner im FLG-Netzwerk. Die Monate von September bis Anfang Dezember verbringen die beiden als Südexperten bei KICKFAIR.

Aktuell reisen Martin und Flavio quer durch Deutschland und führen globale Workshop-Tage an den FLG-Schulen durch. Dabei tauschen sie sich mit den Schülerinnen und Schüler über Straßenfußball, ihre Lebenswelten und globale Verknüpfungen aus. Auf unserer FLG-Facebook-Seite berichten die beiden regelmäßig von ihren Erfahrungen in den Schulen.

Intensive Lernbegegnung zwischen Jugendlichen aus Chile, Deutschland und Paraguay in Teltow

FLG begegnung

30.09.2015 | Die seit dem elften September stattfindende Begegnung findet heute seinen Abschluss. Zurück geblickt werden kann auf unvergessliche drei Wochen zwischen den Chigol-itos, einer Jugendgruppe von Chigol in Chile, Jugendlichen der Mühlendorf Oberschule in Teltow, sowie Pa’i Puku aus Paraguay, die in diesem Jahr zum ersten Mal vor Ort dabei war. Flavio von Chigol bringt es auf den Punkt: „Vom ersten bis zum letzten Tag spürten wir eine wahnsinnig starke Verbindung zwischen allen Jugendlichen des internationalen Teams, der einmalig und unvergesslich ist.“

Die Begegnung ist die Rückbegegnung der Lernpartnerschaft und wurde durch das ENSA-Programm und die Stiftung Nord-Süd-Brücken gefördert.

Seit mehreren Monaten bereiteten beide Seiten die Inhalte der Partnerschaft vor. Nun war endlich der Zeitpunkt gekommen, die bestehenden Ideen an einem gemeinsamen Ort in die Tat umzusetzen. So entschied sich die Gruppe gemeinsam dafür am Thema Rassismus arbeiten zu wollen. Im Mittelpunkt stand zunächst die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema, sowie der Geschichte Deutschlands anhand eines Besuchs des KZ Sachsenhausen. Im nächsten Schritt setzte sich die internationale Gruppe mit der Lebensrealtität in Deutschland lebender Jugendlicher Flüchtlinge auseinander, die in der Nachbarschule in die Willkommensklasse gehen. Das Highlight war ein von den Jugendlichen vorbereiteter gemeinsamer Tag mit ihnen, an denen anhand von vorbereiteten Fragen intensive persönliche Geschichten geteilt wurden.

Als zweites Thema entschied das internationale Team sich mit Sexualität auseinanderzusetzen.

Gemeinsam wurde ein vertrauensvoller Raum gestaltet, in dem sich alle sehr persönlich zu ihren Fragen austauschen konnten. Thema war auch, welche Beziehungsverständnisse und Sex-Mythen in Deutschland und Chile bestehen.

Und selbstverständlich wurde auch zur gemeinsamen Leidenschaft Straßenfußball gearbeitet, verschiedene Methoden verglichen, hinterfragt und vertieft und neue Fähigkeiten in Straßenfußball-Mediation erschlossen. Höhepunkt dieses Themas war das gemeinsam veranstaltete kommunal-internationale Straßenfußball Turnier in Teltow, an dem die Willkommensklasse, Gymnasien und Oberschule der Stadt teilnahmen. Als Produkt der Auseinandersetzung, entstand die neue Spielweise „chifair“, inklusive einem neuem Teamer-Bogen, in der Aspekte aus Chile und Deutschland vereint sind.

Am Ende waren sich alle einig: Die drei Wochen, in denen die inzwischen langjährigen Partner von einander lernen konnten, gemeinsame Inhalte umsetzten und Freundschaften untereinander vertieften, werden für immer in Erinnerung bleiben. Und die nächsten Perspektiven sind bereits vorhanden: Auf beiden Seiten und gemeinsam  werden in den nächsten Monaten die vielen Inhalte als Material aufgearbeitet, mit dem wieder neue und noch mehr Jugendliche für einen kritischen Umgang mit Rassismus, sowie mit Sexualität sensibilisiert werden. Per Skype, Facebook und Whatsapp bleibt die Gruppe im Kontakt, um ihr lokales Engagement fortlaufend abzustimmen und zu vertiefen.

Mehr Eindrücke gibt es unter facebook.com/football.learning.global

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Fußball-Lernen-Global ist erfolgreich und erhält dafür das Phineo Wirkt-Siegel

Phineo

23.09.2015 | Für „Fußball-Lernen-Global“ wurde KICKFAIR im English Theatre Frankfurt/Main vom Basketballstar Dirk Nowitzki und PHINEO mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet und als ein wirkungsvolles Konzept zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen gewürdigt.

„Fußball-Lernen-Global macht junge Menschen fit für die Zukunft. Durch das KICKFAIR-Bildungskonzept erwerben Kinder und Jugendlichen wichtige soziale und interkulturelle Kompetenzen, die sie für ihr späteres Berufsleben benötigen.“ beschreibt PHINEO-Vorstand Dr. Andreas Rickert den erfolgreichen Handlungsansatz.

PHINEO hatte gemeinnützige Organisationen aus ganz Deutschland zum Verfahren eingeladen und prüfte deren Arbeit über ein Jahr lang auf Herz und Nieren. Die Teilnehmenden füllten umfangreiche Fragebögen aus, reichten Unterlagen ein und wurden von dem Analyseteam vor Ort besucht.

Eine unabhängige Kommission entschied im letzten Schritt, welches Projekt das Wirkt-Siegel erhält – ein Spendensiegel für besonders wirkungsvoll arbeitende Organisationen.

Bundesweites Schulfestival in Ostfildern

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22.07.2015 | Vom 10. bis zum 13. Juli 2015 fand das bundesweite Schulfestival in Ostfildern bei Stuttgart statt. Lehrer und Lehrerinnen aber auch Schüler und Schülerinnen aus Fußball-Lernen-Global Schulen in ganz Deutschland trafen sich zum Austausch.

Drei Tage lang hatten Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen verschiedene Möglichkeiten zum Austausch. Dabei ging es um Erfahrungen mit der Spielmethode aber auch um verschiedene Settings in der Umsetzung an Schulen. Für die Lehrer und Lehrerinnen- Runde war die Vorstellung von Best-Practice Beispielen und wie eine erfolgreiche Verankerung von globalem Lernen an der Schule erfolgreich gelingen kann von ganz besonderem Interesse. Die Diskussionen darüber wurden gleich mit den zentralen Inhalten der Projektaktivitäten im Projekt „Ein Spiel – eine Vision – eine Welt“ verknüpft, das seit April weitere drei Jahre im Förderprogramm entwicklungspolitischer Bildungsarbeit (FEB) vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird. Es ist die direkte Weiterentwicklung des Ende 2014 abgeschlossenen Projektes „Über den Spielfeldrand hinaus“. So konnten auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen die anstehenden Inhalte besprochen und die Aktivitäten gemeinsam geplant werden.

Für die Jugendlichen war das diesjährige Festival nicht nur ein Austausch mit Gleichgesinnten in Deutschland. Durch die Verknüpfung  mit dem internationalen Fachtreffen mit den KICKFAIR Partnerorganisationen der internationalen Lernkooperation aus Chile, Brasilien, Paraguay, Ruanda, Kenia, Israel, Palästina und Kambodscha, hatten die Jugendlichen die Möglichkeiten, mit Youth Leadern aus aller Welt  zu arbeiten. In Kleingruppen, die auch von den internationalen Youth Leadern maßgeblich mit gestaltet wurden, erfuhren die Jugendlichen aus Deutschland mehr über gesellschaftlichen Hintergründe der Partnerorganisationen, die Lebenswelten dort und wie Straßenfußball die Perspektiven von Kindern dort verändern kann. In diesem Zusammenhang haben sie sich auch über mit Kinderrechten  auseinander gesetzt und wie diese durch beziehungsweise mit Straßenfußball noch besser umgesetzt werden können.

Abschließender Höhepunkt des Festivals war ein großes Straßenfußball-Turnier mit bunt gemischten Teams. Hier spielten jung, alt, Jungen, Mädchen und die internationalen Gäste gemeinsam nach der besonderen Spielweise des Straßenfußballs.

Nachwuchs gesichert für Lernpartnerschaft: Straßenfußball hier und dort

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24.06.2015 | Ueber den Strassenfussball miteinander verbunden – unter diesem Motto organisierten die SchuelerInnen aus São Bento und Wulfen an ihren Schulen ein Straßenfussballturnier fuer ihre Mitschueler und Mitschuelerinnen – und das alles am selben Tag! Höhepunkt des Tages war eine Video-live-Schaltung zwischen beiden Orten.

Beide Seiten verbindet seit mehreren Jahren eine Lernpartnerschaft.

In den letzten beiden Jahren haben sich sogar Jugendliche beider Seiten gegenseitig besucht und auf diese Weise gemeinsam am selben Ort an ihren Inhalten und Projekten arbeiten können. Aktuell liegt hier wie dort der Fokus darauf Nachwuchs zu gewinnen und die eigenen Erfahrungen weiterzugeben. Das parallele Turnier war hierfür ein weiterer großer Schritt.

Emmanuel Dushime gestaltet Workshops zum Globalen Lernen in ganz Deutschland

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18.05.2015 | Für die zwei kommenden Monate ist Emmanuel Dushime von Esperance bei KICKFAIR. Seit vielen Jahren gestaltet er in Kigali, Ruanda, anhand von Straßenfußball mit Kindern und Jugendlichen Lernaktivitäten. Seine Erfahrung und Perspektiven bringt er nun mit engagierten Jugendlichen aus ganz Deutschland zusammen, indem er bei ihnen vor Ort Workshops mit ihnen durchführen.

„Hallo, ich bin Emmanuel Dushime, 31 Jahre alt und komme aus Kigali, Ruanda. Ich arbeite für die Organisation Esperance, die Teil des Fußball- Lernen- Global Netzwerkes ist. Ich bin ein Teil von Esperance seit ich klein bin. Dort angefangen habe ich als Fußballspieler und nun bin ich ein fester Teil der Organisation, habe verschiedene Aufgaben übernommen

und bin nun Vorbild für Kinder und junge Erwachsene in meiner Kommune. Oft bin ich auch als Repräsentant meiner Organisation bei unterschiedlichen Veranstaltungen. Hier in Deutschland freue ich mich besonders darauf, mit den Kindern und Jugendlichen Spaß zu haben und Straßenfußball zu spielen und ihnen etwas über meinen Hintergrund, unsere Gesellschaft und Ruanda und meine Organisation Esperance zu erzählen. Vor allem auch darüber, für welchen gesellschaftlichen Herausforderungen wir den Straßenfußball bei Esperance nutzen. Zugleich möchte ich auch viel von den Jugendlichen hier in Deutschland erfahren, ihren Alltag kennen lernen und ihre Gedanken darüber, wie Straßenfußball die Welt verändern kann.“

Kinder machen Radio! Projektwoche am Insulaner zu Straßenfußball und Kenia.

RadioInsulaner

26.1.2015 | An der Grundschule am Insulaner beschäftigten sich in der Woche vom 20. bis 23. Januar die Kinder der 5ten Klasse ausführlich mit verschiedenen Themen rund um Kenia. Ausgangspunkt dafür war die weltweite Straßenfußball-WM im Sommer, die unter anderem sowohl an ihrer Grundschule am Insulaner als auch in Marsabit in Kenia von Kindern und Jugendlichen durchgeführt wurde. Während der WM tauschten die im Straßenfußball engagierten Kinder aus Berlin ihre Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen von HODI aus, die selbst bei sich eine Spielstätte der Straßenfußball-WM bildeten. Nun vertieften sie ihr Wissen.

Zusammen mit dem Kinderradio “Radijojo” entwickelten die Kinder die Woche über eigene Radiobeiträge, um ihre Erkenntnisse mit anderen zu teilen. Dafür recherchierten sie Informationen zum sozialen Kontext in Kenia, zu der Arbeit von HODI und setzten sich mit der Biografie von Fatuma Abdulkadir Adan auseinander, der Gründerin der Organisation in Marsabit.

Und auch Straßenfußball war natürlich Thema. So wurde die Methode diskutiert und überlegt, was eigentlich die Ziele vom fairen Spielen an ihrer eigenen Schule sind. Der Höhepunkt der Woche war schließlich ein ausführliches Skype mit Noor und Fatuma, in dem die beiden LeiterInnen der kenianischen Organisation alle Fragen der Kinder ausführlich beantworteten.

Kinderradiobeiträge zum Reinhören:

Fatuma und HODI

Landeskunde Kenia

Was ist eigentlich Straßenfußball?

Unsere Straßenfußball-WM

Jugendliche der Mühlendorf Oberschule präsentieren ihre internationale Lernerfahrungen im Neuen Rathaus Teltow

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04.12.2014 | Im Stubenrauch-Saal der Stadt Teltow sind über 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Kleinstadt in Brandenburg zusammengekommen. Gespannt hörten sie den acht Schülerinnen und Schülern der Mühlendorf Oberschule zu, die über ihre persönlichen Erfahrungen aus der Lernpartnerschaft mit den CHIGOLITOS und Schulen aus Santiago de Chile berichten. Die Jugendlichen, die sich an der Oberschule im Schulfach ‚Fußball-Lernen-Global’ engagieren, waren im September für 3 Wochen zu ihrer Partnergruppe nach Chile gereist.

Nach einer spannenden Präsentation mit vielen Fotos und Eindrücken von der Austauschbegegnung und einem anschließend Podiumsgespräch eröffnete die Schülergruppe dann ihre selbst gestaltete globale Ausstellung über die Lernpartnerschaft. In der Ausstellung konnte das Publikum mehr über die Inhalte und Themen erfahren, über die sich die Jugendlichen mit ihren chilenischen Partnerinnen und Partnern ausgetauscht hatten.

Hierbei war ganze Reihe gemeinsamer Produkte entstanden – unter anderem eine Kampagne zu positiven Werten des Zusammenlebens, eine gemeinsame HipHop-Produktion und StopMotion-Videos bzw. Daumenkinos als didaktisches Material von Jugendlichen für Jugendliche. Mit diesen Produkten wollen die deutschen und die chilenischen Jugendlichen ihre Erfahrungen aus der Partnerschaft an Andere weitergeben.

Auch die Präsentation im Rathaus war von den Jugendlichen entwickelt worden, um die Inhalte und gesellschaftlichen Visionen der Partnerschaft breit in die eigene Schule und Kommune zu tragen. Im Rahmen einer Projektwoche im Frühjahr und der 750 Jahrfeier der Stadt Teltow sollen in den nächsten Monaten weitere Schritte folgen.

Bewegende Austauschbegegnung: Die Kickfair Partnerschule aus Teltow (Mühlendorf Oberschule) verbringt drei außergewöhnliche Wochen in Chile

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13.10.2014 | In ‚El Montijo’, Kommune Cerro Navia, einem westlichen Außenbezirk von Santiago de Chile, wurde für Jugendliche aus Chile und Deutschland ein Wunsch wahr: Nach einem Jahr des Vorbereitens, gemeinsamen Planens und auch Wartens konnte eine Delegation aus 10 Schülerinnen und Schülern der Mühlendorf Oberschule Teltow endlich für drei Wochen die internationale Lernpartnerschaft mit den Chigolitos vor Ort leben und gestalten. Im internationalen Team wurden bereits via Skype gemeinsame Inhalte gesammelt, die in Cerro Navia diskutiert, vertieft und weiterentwickelt wurden. Auch darüber hinaus ist im Vorfeld der Begegnung viel passiert: So entwickeln und organisierten beide Gruppen in ihren Kontexten Turniere im Rahmen der Straßenfußball-WM und führten Projekttage und -wochen mit anderen Jugendlichen zum fairen Umgang miteinander durch. Zudem bereiteten beide Seiten Antworten auf die Fragen „Wer sind wir? Wie leben wir? Wie wollen wir leben?“ vor, die – neben der gemeinsamen Begeisterung für die besondere Spielweise von Straßenfußball – an den ersten Tagen der Begegnung das Eis leicht brechen ließen.

Im Mittelpunkt der Begegnung standen die inhaltlichen Interessen der Jugendlichen selbst! Gemeinsam wurde bestimmt, welche Fragestellungen und Themen über mehrere Tage hinweg bearbeitet werden wollten. Die Gruppe entschied sich dazu sich anhand ihrer eigenen Umgebungen mit Rassismus, Diskriminierung, Sexismus und Drogen auseinanderzusetzen. Zudem stellten sich beide Gruppen die jeweilige Spielweise von Straßenfußball vor und diskutierten Vor- und Nachteile. Und auch die Freizeit wurde gemeinsam gestaltet: So wurde mal deutsch, mal chilenisch gekocht, der deutschen Gruppe wurde traditionelles Cueca-Tanzen beigebracht und im Parque Forestal der Innenstadt Santiagos wurde Fußball gespielt

Beide Seiten werden durch MentorInnen unterstützt, die selbst in den Projekten großgeworden sind und ihre Erfahrungen nun als Young Leader weitergeben. Laura, 18, die mittlerweile eine Ausbildung zur Erzieherin in Teltow macht, beschreibt ihren Weg dorthin so: „Für mich ist es total toll, dass ich das jetzt mal aus einer anderen Perspektive sehe, weil als ich vor zwei Jahren als Schülerin mit war habe ich einfach mitgemacht und jetzt ist viel interessanter zu sehen wie die Gruppe sich entwickelt und ich sie anleiten kann.“ Durch die FLG-Projekte entstand ihr Wunsch langfristig mit Jugendlichen arbeiten zu können. Im Laufe der Zeit entschied sich die Gruppe die erarbeiteten Inhalte in gleich mehreren Produkten darzustellen, um in Zukunft möglichst viele andere Jugendliche in ihren jeweiligen Umfeldern mit ihren Inhalten zu erreichen. So wurde eine Mauer mitten im Viertel ‚el Montijo’ gestaltet, eine erste Kampagne zu Werten und gesellschaftlichen Standpunkten entwickelt, mehrere StopMotion-Videos zu Rassismus, Sexismus und Drogen produziert und ein eigener HipHop-Song begonnen, an dem in den nächsten Monaten auch Jugendliche beider Seiten mitwirken können, die nicht bei der Begegnung dabei waren. In den kommenden Monaten haben sich die Gruppen beider Seiten vorgenommen mit und ausgehend von den erarbeiteten Produkten ihre Schulen und Viertel zu bereichern.

Eindrücke und Bilder auch auf Facebook. Die Begegnung Begegnung wurde mit Unterstützung durch das ENSA-Programm umgesetzt.

Austausch-Begegnung der Partnerschulen CEMP (Brasilien) und Wulfen (Deutschland)

Brasilianischerabend

19.08.2014 | Die Aufregung ist groß: eine Delegation der Schule CEMP aus São Bento, im Nordosten Brasiliens kommt nach Deutschland -  genau genommen nach Wulfen (bei Dorsten). Es ist ein weiterer Austausch im Rahmen der Fußball-Lernen-Global Schulpartnerschaft zwischen der CEMP und der Gesamtschule, der erneut durch das ENSA-Programm gefördert wird (www.ensa-programm.de). Der erste Besuch fand letzten September in São Bento statt, jetzt folgt der Gegenbesuch. „Wir sind halt schon ein Team“ –meint Anna-Lena, Schülerin der Gesamtschule Wulfen, die im letzten Jahr mit in São Bento war und den Gegenbesuch aktiv mit vorbereitet hat, „da  kümmert man sich umeinander“, so Anna-Lena weiter. Und Benedito aus Brasilien ergänzt:“ Wir sind bei Freunden – da fühlen wir uns zu Hause“.

Sie haben viel vor die Schüler und Schülerinnen aus Brasilien und Deutschland. Sie wollen sich darüber austauschen, mit welchen Inhalten sie ihre Lernpartnerschaften in den kommenden Monaten weiter entwickeln wollen: Was sind unsere gemeinsamen Inhalte und Ziele für die Zukunft? Wie können wir unsere Lernpartnerschaft voran bringen und in die Schule tragen? Wie können wir langfristig über den Straßenfußball weitere Jugendliche erreichen?

Mit diesen Fragen zur Lernpartnerschaft verbunden sind auch Themen des globalen Lernens.Wie leben wir jeweils, vor welchen Hintergründen? Was haben die Lebenskontexte „des Anderen“ auch mit mir und meinem eigenen Handeln zu tun? Wie übernehmen wir gemeinsam Verantwortung? Ein Thema, das insbesondere die Partner aus Brasilien beschäftigt ist die Frage nach der Nachhaltigkeit sportlicher Großereignisse (nach der FIFA-WM 2014 und der bevorstehenden Olympiade 2016 in Brasilien). Hierauf haben sich beide Seiten vorbereitet, insbesondere die Jugendlichen aus Brasilien bringen hierzu spannende Erfahrungsberichte aus der Fußball-WM mit.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Austausches ist das gemeinsam organisierte parallele Straßenfußballturnier zum Ende des Austauschs. Jugendliche in Wulfen und Jugendliche in São Bento spielen gleichzeitig an beiden Orten ein gemeinsames Straßenfußball-Turnier. Die Vorbereitungen zum diesem Turnier haben die Jugendlichen aus beiden Ländern in den letzten Wochen zusammen im Austausch gestaltet.