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Keniatisch-Deutsches Finale der globalen Straßenfußball-WM

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06.07.2014 | Seit Anfang März spielen Jugendliche weltweit miteinander die FLG-Straßenfußball-WM als Teil unseres globalen Projektes “Brasilien 2014 – ein Spiel, eine Vision, eine Welt”. In gemischten Teams repräsentieren sie jeweils ein Land der 9 Fußball-Lernen-Global Organisationen und sammeln Punkte für die gemeinsame Tabelle. Nach einem tollen Start in Battambang, Kambodscha am 8. März rollte der Ball durch 8 Länder, wo insgesamt über 25 Turniere statt fanden.

Jetzt freuen wir uns auf das große „Finale“  am 8. Juli, das die Grundschule am Insulaner in Berlin und HODI in Kenia gemeinsam bestreiten: Die Jugendlichen in beiden Ländern sind am Turniertag über Video miteinander verbunden. Sie schicken sich Botschaften, tauschen sich über Straßenfußball aus und gestalten so ein deutsch-afrikanisches Endspiel – nicht gegeneinander, sondern gemeinsam!

Wir drücken noch einmal allen Teams die Daumen und freuen uns auf unseren Fußball-Lernen-Global-Weltmeister!

Festival „Brasilien 2014 – Ein Spiel, eine Vision, eine Welt“ in Fortaleza zu Ende

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05.06.2014 | „Was für eine fantastische Woche das war“, fasst Noor von Hodi aus Kenia das Festival in Brasilien am Ende zusammen. Hinter ihm liegt eine intensive Woche mit Podiumsdiskussionen, Workshops und Arbeitsgruppen zur Frage, wie Fußball als Tool für politische Partizipation, Bildung, Lernen und Entwicklung genutzt werden kann. Zudem gab es vielfältige Möglichkeiten, dieses Potential des Sports und des Fußballs auch in der Praxis zu erleben. Jugendliche aus ganz Brasilien sowie Vertreter und Vertreterinnen aus Schulen, Universitäten, Politik und Nicht-Regierungsorganisationen waren zu diesem Festival vom 26. bis zum 30. Mai zusammengekommen.

Für Fußball-Lernen-Global bot das Festival den Rahmen, im direkten Austausch gemeinsam vergangene Projekte auszuwerten und neue Pläne für die Zukunft zu entwickeln. Vertreter aus allen FLG-Partnerorganisationen waren hierfür aus Kambodscha, Kenia, Ruanda, Israel, Palästina, Deutschland, Chile und Paraguay angereist. Aus Sicht von Juan von Chigol war dies nach fünf Jahren seit dem letzten großen Treffen eine einmalige Gelegenheit: „Ich bin sehr glücklich, dass wir hier gemeinsam unsere Zukunft planen und  konkrete Projekte für den Zeitraum bis 2016 entwickeln konnten.“ Im ihrem Gepäck hatten alle FLG-Partner zudem Straßenfußball-Botschaften aus ihren Ländern, die von den Jugendlichen dort im Vorfeld entwickelt worden waren. Im Landesparlament von Ceará wurden diese Botschaften der Öffentlichkeit präsentiert und anschließend Teil einer Ausstellung über FLG.

Ein weiterer Höhepunkt der Woche war das internationale Straßenfußball-Turnier am Strand von Fortaleza. Hier spielten die Jugendliche gemeinsam mit den internationalen Vertretern und Vertreterinnen im Namen der FLG-Partnerländer um Punkte für die globale FLG-WM, die aktuell im Rahmen des Projektes „Ein Spiel, eine Vision, einen Welt“ weltweit noch bis zum 13. Juni stattfindet.

Das Festival „Brasilien 2014 – Ein Spiel, eine Vision, eine Welt“ wurde von Formação und KICKFAIR veranstaltet und gemeinsam mit dem Netzwerk Fußball-Lernen-Global und dem Netzwerk Rejupe umgesetzt. Unterstützt wurde das Festival durch das Bundesministerium des Innern, die Unicef, die Assembleia Legislativa von Ceará, Cuca Barra, die Landesregierung von Ceará, das Sportministerium, UFC, UFMA und die GIZ (Projekt Fußball für Entwicklung).

Mehr Eindrücke und Fotos zum Festival gibt’s auf unserer Facebook-Seite

Programm-Flyer des Festivals

Bundesweites FLG-Festival bei KICKFAIR

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19.05.2014 | Vom 16. bis 18. Mai fand bei KICKFAIR das bundesweite Festival „Brasilien 2014: ein Spiel- eine Vision- eine Welt“ statt. Über 130 SchülerInnen und 34 LehreInnen aus 20 FLG- Schulen in ganz Deutschland trafen sich zum Austausch in Ostfildern bei Stuttgart. Die Schularten waren von Förderschulen bis Gymnasien und die Jugendlichen von Klasse 5 bis 12 komplett durchmischt. Dies wurde mit dem Festival und durch die gesamte Veranstaltung hindurch auch bewusst so gestaltet. Ältere und jüngere SchülerInnen aus verschiedenen Schulen tauschten sich in Workshops über ihre Projekte und Erfahrungen aus. Sie lernten voneinander verschiedene Sichtweisen, Projektaktivitäten und Möglichkeiten kennen, wie mit der Methode Straßenfußball gearbeitet wird und gewannen neue Ideen für Aktivitäten an ihren Schulen. Darüber hinaus entwickelten sie verschiedene Botschaften für Brasilien, aus der dann am Ende eine gemeinsame wurde: „Herausforderungen nutzen, um Visionen für eine bessere Welt zu schaffen“. Thomas, ehemaliger Schüler der Gesamtschule Wulfen und Youth-Leader bei KICKFAIR, wird diese Botschaft nächste Woche mit zum internationalen Festival „Ein Spiel, eine Vision, eine Welt“ nach Brasilien nehmen und dort stellvertretend für alle FLG-Schulen aus Deutschland der Weltöffentlichkeit vorstellen.

Auch beim Straßenfußball-Turnier am Samstag, spielten die Schülerinnen und Schüler in völlig gemischten Teams – „große und kleine“, Mädchen und Jungen“. Das Turnier war eine Teil der globalen WM, die Rahmen des Projektes „Brasilien 2014 – ein Spiel, eine Vision, eine Welt“ stattfindet. Entsprechend spielten die Teams in den Nationalfarben der FLG-Partnerländer. Einmal mehr hat das Team Kambodscha dabei die meisten Punkte eingespielt. So führt in der globalen Tabelle weiterhin Kambodscha mit 74 Punkten vor Indien und Chile.

Die Lehrer und Lehrerinnen hatten im Rahmen des Festivals ebenfalls viel Raum und Zeit, sich über ihre Erfahrungen und Projektaktivitäten rund um Straßenfußball auszutauschen. „Das sind ganz wichtige Treffen mich“, sagt Theresia Aschemann von der Scharrerschule in Nürnberg, „ich treffe hier auf Gleichgesinnte und der Austausch macht mir nicht nur Spaß, sondern gibt mir Motivation und Energie für meine Arbeit in der Schule“. Die  Gelegenheit wurde auch genutzt, um Ideen für die Zukunft zu entwickeln und gemeinsam zu überlegen, wie sich Fußball-Lernen-Global in den nächsten Jahren weiterentwickeln kann.

Schüler*innen der Hauptschule Scharrerstraße bilden Lehrer fort

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24.03.2014 | Für 90 Minuten wurden in der Hauptschule Scharrerstraße in Nürnberg die Rollen getauscht. Acht Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Klassen entwickelten gemeinsam mit ihren Ansprechpartnerinnen in der Schule und zusammen mit Kickfair eine Lehrerfortbildung zum Thema ‚Straßenfußball und Fairplay in Theorie und Praxis’. Nach intensiver Vorbereitung wurde letztlich die gesamte Veranstaltung von der Schülergruppe selbstständig geleitet und moderiert.

Nachdem zunächst die gesellschaftsgestaltende Vision von Straßenfußball erarbeitet und das Regelwerk erklärt worden war, fanden sich im ‚Praxisteil Straßenfußball’ die Lehrerinnen und Lehrer in der Spielerrolle wieder, während die Schüler teamten.

Die abschließende Rückmeldung der Lehrer war durchweg positiv und es entstanden bereits Ideen, wie der Ansatz in der Schule über das Bisherige hinaus in der Schule genutzt werden kann. Insbesondere von Seiten der Schüler wurde die ungewohnte Erfahrung herausgehoben, eigenes Wissen an Lehrer weitergeben zu können und darin ernst genommen zu werden.

Die Schülergruppe der Hauptschule Scharrerstraße entwickelt seit mehreren Jahren Projekte rund um Straßenfußball an ihrer Schule im Rahmen von FLG. Seit diesem Schuljahr ist ein Kernstück ihres Engagements eine selbstgegründete und -umgesetzte SchulAG, in der „neue“ jüngere Schüler*innen für das Projekt gewonnen werden sollen.

Start der Fußball-Lernen-Global Weltmeisterschaft in Kambodscha

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08.03.2014 | Nach vielen Monaten der Vorbereitung geht es nun wirklich los! Diesen Samstag können schon Daumen gedrückt werden! Den da startet unserer weltweite Turnierserie in Battambang in Kambodscha bei der Salt Academy. 10 gemischte Mannschaften werden um die ersten Punkte unserer gemeinsamen globalen Tabelle spielen.

Alle Teams vertreten als Nationalteam eines der beteiligten FLG-Partnerländer. Parallel zum Turnier wird es Life-Skill-Workshops zum Thema Gender geben. Über die ersten Ergebnisse werden wir euch selbstverständlich umgehend informieren.

Weitere Informationen gibt’s auf der Facebook Seite der Salt Academy

Gemeinsames Friedensturnier in Deutschland, Israel und Palästina

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05.12.2013 | Bereits zum zweiten Mal fand zeitgleich das Friedensturnier zwischen KICKFAIR und dem Peres Center for Peace in Israel statt. Auf deutscher Seite wurde das Turnier organisiert und gespielt in der Erich-Kästner-Schule in Nellingen. Auf israelischer Seite nahmen junge Mädchen aus Israel und Palästina am Turnier teil. Im Vorfeld beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 8.Klasse der Erich-Kästner-Schule seit Beginn des Schuljahres mit dem Thema Frieden und der Organisation des Turniers, ebenso das Peres Center for Peace in Israel.

Gestartet wurde das Turnier zeitgleich von den Jugendlichen aus Israel, Palästina und Deutschland, die durch eine Live-Schaltung über Skype gegenseitig übertragen wurde. Über diese Verbindungen konnten dann auch die Partien und die Stimmung im jeweils anderen Land miterlebt werden. Neben dem gemeinsamen Straßenfußball spielen stand der Gedanke des friedlichen Miteinanders im Vordergrund. Auf beiden Seiten lernten sich die Jugendlichen über Botschaften, die sie sich über eine gemeinsame Facebook-Seite schickten und über Workshops besser kennen. Auf dem sogenannten dritten Court konnten die Schülerinnen und Schüler zudem verschiedene Peace Games durchlaufen.

Mehr Informationen dazu unter: http://www.facebook.com/peacetournament2012?fref=ts

KICKFAIR Youth Leader in Israel planen Friedensturniers mit FLG-Schulen

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10.11.2013 | Sieben KICKFAIR Youth Leader verbrachten eine Woche mit Jugendlichen aus den Projekten des Peres Center for Peace in Israel. Im Mittelpunkt des Aufenthaltes standen gemeinsame Workshops über die Arbeit mit Straßenfußball in Deutschland, Israel und Palästina. Ausgangspunkt des Austausches waren die eigenen Biographien: wo lebe ich, vor welche alltäglichen Herausforderungen stehe ich? Was will ich verändern? Wie hilft mir Straßenfußball, KICKFAIR und das Peres Center for Peace? Welche Rolle und welche Aufgaben habe ich den Projekten?

Entlang dieser Fragen diskutierten sie über verschiedene Wahrnehmungen, „Wahrheiten“, „Unwahrheiten“, den Einfluss von Medien und aber auch darüber, wie Sie beitragen können, Perspektiven zu verändern. In diesem Sinne tauschten sie sich dann konkret über die Methode Straßenfußball aus und gaben ihr jeweiliges Wissen an die anderen weiter. Auch die Planung des diesjährigen Friedensturnieres war Teil des Aufenthaltes.

In den kommenden Wochen bis zum Turnier setzen sich Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule innerschulisch mit dem Land Israel, der Religion und der Geschichte auseinander und erarbeiten auf vielfältige und kreative Weise Spiele und Herangehensweisen zum Thema Frieden.

Das Friedensturnier findet am 5. Dezember an der Erich-Kästner-Schule in Nellingen statt und parallel dazu in Israel. Mit der Wichernschule aus Fellbach und der Marquardtschule sind auch zwei weitere Schulen aus dem FLG-Netzwerk dabei. In diesem Jahr soll nicht nur zeitgleich gespielt werden, sondern die Schülerinnen und Schüler durchlaufen auch die gleichen Workshops und Spiele zum Thema Frieden.

Jugendliche aus Wulfen reisen zu ihrer Partnerschule nach São Bento

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30.09.2013 | Jugendliche der Gesamtschule Wulfen und ihrer brasilianischen Partner-Schule CEMP hatten die Möglichkeit, globales Lernen im Rahmen einer Austauschbegegnung in Brasilien hautnah zu erfahren. Nach der Ankunft in São Luis, der Hauptstadt des Bundesstaates Maranhão, besuchte die Gruppe zunächst Formação und wurde mit den verschiedenen Arbeitsfeldern und Strukturen der Organisation vertraut gemacht. Im Anschluss daran stand ein 12-tägiger Besuch in São Bento und der dortigen Partnerschule CEMP auf dem Programm.

In diesen Tagen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich intensiv über ihre Erfahrungen mit Straßenfußball und über Möglichkeiten der Partizipation und Verantwortungsübernahme in der Kommune auszutauschen. Ganz praktisch wurde dies beim gemeinsame Ausrichten eines Straßenfußballturniers auf dem ‘Plaza de Eventus’ mitten in São Bento, an dem verschiedene Schulen der Stadt teilnahmen. Ein Erfahrungsaustausch über die deutsche und die brasilianische Spielekultur bot zudem die Möglichkeit sich auch durch das gemeinsame Spielen näher zu kommen. Dabei stellten die Jugendlichen erstaunt fest, wie viele Spiele ihrer Länder ähnlich oder sogar gleich waren.

Die gemeinsame Zeit wurde aber auch genutzt, um gemeinsame Inhalten und Projekte für die Zeit bis zum geplanten Gegenbesuch der Brasilianer in Deutschland 2014 festzulegen. Hierbei entstand die Idee, ein gemeinsames Projekt zu den Lebensrealitäten umzusetzen und dabei über Präsentationen auf beiden Seite auch die gesamte Schule einzubeziehen. Außerdem planen die Jugendlichen ein simultan in beiden Ländern statt findendes Straßenfußballturniers. Die Jugendlichen beschlossen auch, die Kommunikation und die Zusammenarbeit durch das Einrichten eines gemeinsamen Blogs auch neben den bereits stattfindenden Skype-Gesprächen weiter zu verbessern.

in Highlight der gemeinsamen Zeit war sicherlich der Besuch im Nationalpark Lençóis Maranhenses zum Abschluss der Begegnung. São Bento und Wulfen verbindet also mittlerweile neben dem Straßenfußball auch viele gemeinsame Erfahrungen, Projekte und Zukunftsvisionen, die in der kommenden Zeit in die Praxis umgesetzt werden sollen. Die Begegnung wurde durch das ENSA-Programm gefördert und ist Teil einer langfristigen Lernpartnerschaft zwischen beiden Schulen, die bereits seit 2011 besteht.

International Workshop-Day at The Peres Center for Peace

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20.05.2013 | Am 17.Juli besuchten acht amerikanische Schülerinnen und Schüler das Peres Center, um mit jüdischen und arabischen Schülerinnen und Schülern, Basketball zu spielen und gemeinsam zu lernen. Im März zuvor waren israelische Jugendliche zu einem Besuch bei ihnen in den USA gewesen.

Während der Begegnung fanden zwei Workshops statt. Am Vormittag arbeiteten die Jugendlichen mit den Biographien aus „Mit dem Ball durchs Leben“, um sich besser kennen zu lernen und gemeinsam etwas zu erarbeiten. Über die Biographien der jungen Frauen auf den Postern fiel es den amerikanischen und israelischen Jugendlichen leicht, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen. Daraus entstand eine Diskussion unter den Jugendlichen über Stereotypen, Diskriminierung und darüber, Verantwortung zu übernehmen und ein Vorbild für andere zu sein.

Nachmittags tauschten sich die Jugendlichen über das Spiel der drei Halbzeiten und darüber aus, wie man die besondere Spielweise auf den Basketball übertragen kann. Die beiden gemischten Teams, es spielten amerikanische und israelische Jugendliche zusammen, gaben sich Regeln, die das Spiel fairer und teamorientierter machten. Am Ende des Workshops sagte ein Spieler: „Es war einfach, Regeln zu sagen, aber diese auch einzuhalten war nicht leicht, weil man während des Spiels immer gewinnen und so viele Körbe wie möglich werfen möchte. Aber man denkt nicht darüber nach, wie man dieses Ziel erreichen könnte“. In der Dialogzone stellten die Spieler und die Betreuer fest, dass ihnen bewusst wurde, wie wichtig die Kommunikation unter den Spielern ist und dass es wichtig ist, die Mitspieler zu kennen, sie wahrzunehmen und jeden in das Spiel mit einzubeziehen, damit man fair und respektvoll miteinander spielen kann.