Escuela Millahue in Deutschland angekommen

18.10.2010 |

01. September 2010 | Um 4 Uhr ging es für die Schülerinnen und Schüler der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang los, um rechtzeitig zu Mittagszeit am Frankfurter Flughafen anzukommen. Gespannt warteten sie hier dann auf die Jugendlichen aus der Escuela Millahue in Chile, mit denen sie nun über zwei Wochen zusammenleben und arbeiten können. Vor gut einem Jahr hatten die Jugendlichen aus Brieselang bereit selbst die Möglichkeit gehabt zu einer ersten Begegnung nach Chile zu fliegen, der Reise der Chilenen ist nun der Gegenbesuch. Entsprechend groß war daher auch Aufregung und die Freude, die Freunde und Freundinnen aus Chile wieder zu sehen, mit denen sie bereits so viel erlebt haben.

Über das gesamte letzte Jahr hinweg hatte zwischen beiden Schulen ein intensiver Austausch stattgefunden, mit regelmäßigen Skype-Konferenzen, parallel durchgeführten Projektwochen zum Demokratie-Lernen und einem inhaltlichen Austausch über verschiedenen Fragestellungen wie etwas dem Thema „Ubuntu“. Die zwei Wochen in Deutschland bieten nun die Möglichkeit endlich direkt an den  vielen Ideen zu arbeiten, die über das Jahr entstanden sind.

So wollen die Jugendlichen beispielsweise an ihrem gemeinsam begonnen Songprojekt weiterarbeiten, mit dem sie ihre internationalen Erfahrungen und Visionen beschreiben und ein hierzu ein gemeinsames Video produzieren.

„Es ist wirklich unglaublich, was der Austausch über das letzte Jahr hinweg bei meinen Jugendlichen ausgelöst hat und wie sie sich entwickelt haben“, berichtet Schulleiter Rubén kurz nach der Ankunft. Am Tag der Arbeise in Chile wurden die Auswirkungen auf die gesamte Schule und die Kommune dann noch mal besonders deutlich. Um die 200 Personen, Eltern, Lehrer, Schüler begleiteten die Reisenden zum Flughafen, um sich zu verabschieden, darunter auch der Bürgermeister von Stadteil Cerro Navia. Bis zum 18. September sind sie nun in Deutschland. Wie bereits der erste Besuch, findet die Austauschbegegnung findet im Rahmen des ENSA-Programms von InWEnt statt, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird.

FLG-Schulen weltweit beschäftigen sich mit Ubuntu

30. August 2010 | Was bedeutet eigentlich Ubuntu? Diese Frage stellen sich aktuell Schülerinnen und Schüler von FLG-Schulen in der ganzen Welt. Grundlage dieser Auseinandersetzung ist ein Interview von Desmund Tutu aus dem Lernzirkel Südafrika, in dem er diese Vision für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben eindrücklich beschreibt.
Nach dem Motto “Meine Lebenswelt lokal – meine Vision global” beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Form damit, was Ubuntu für das Zusammenleben weltweit aber auch in ihrem lokalen Umfeld bedeutet, welche Parallelen es zur Philosophie des Straßenfußballs gibt und wie sie selbst einen persönlichen Beitrag leisten können.

→ Aussagen deutscher Jugendlicher

Bürgermeister von Cerro Navia unterstützt Austauschbegegnung der Escuela Millahue in Deutschland

31.07.2010

31. Juli 2010 | Vorangegangen waren Gespräche von CHIGOL mit der Gemeindeverwaltung über Inhalte und Ziele der Lernpartnerschaft und der zweiten Austausch-begegnung zwischen der Escuela Millahue und der Oberschule Brieselang. Bei einem Treffen am 28. Juli zwischen CHIGOL und dem Bürgermeister von Cerro Navia sagte dieser eine Förderung der Begegnungsreise über die Abteilung Sport und Erziehung zu.
An der Begegnung, die vom 31. August bis zum 18. September in Deutschland stattfindet, werden acht Jugendliche aus dem Viertel Cerro Navia teilnehmen.

Internationales Symposium zu Fußball-Lernen-Global

12.04.2010

12. April 2010 | Im Rahmen des internationalen Symposiums vom 08. bis zum 15. April trafen sich alle die Projekt-Partner von Fußball-Lernen-Global über eine gesamte Woche hinweg bei KICKFAIR. Gemeinsam wurden die inhaltlichen und strukturellen Linien der Zusammenarbeit in den nächsten Jahren diskutiert und festgelegt.
Für 2010 und 2011 wurden konkrete Projektideen entwickelt, die parallel in den verschiedenen Ländern umgesetzt werden sollen und somit Raum für einen vielfältigen Austausch zwischen den Jugendlichen weltweit bieten.

Die Friedenskarawane (Caravanami) besucht FLG-Schule

27.03.2010

27.03.2010 | Für den Frieden auf dem Landweg von Berlin nach Johannesburg über Ostfildern, Valletta, Kairo, Assuan, Karthoum, Marsabit, Jinjo und Kigali. Rechtzeitig zur Fußball-WM wollen sie in Johannesburg angekommen sein. „Sie“, das ist eine Gruppe von sieben jungen SportlerInnen, KünsterInnen und SchauspielerInnen aus Rwanda, Uganda, Kenia, dem Kongo und Deutschland. Gemeinsam bilden sie die „Caravanamani“, auf Deutsch Friedenskarawane.
Bei jedem Stopp wollte sie mit Bürgern und Bürgerinnen ins Gespräch kommen, von zu Hause, von ihren Lebenssituationen erzählen und dabei nicht nur regionale Konflikte benennen, sondern deren globale Konfliktzusammenhänge zum Thema machen.
Organisiert wurde die Friedenskarawane von Espérance aus Ruanda. Jugendliche aus Ostfildern und Kigali sind schon seit 2008 miteinander verbindet. Im Rahmen von Fußball-Lernen-Global konnte eine Lernpartnerschaft aufgebaut und nachhaltig in den Schulalltag der die Erich-Kästner Hauptschule Ostfildern verankert werden. Deren Schüler und Schülerinnen hatten die Schule mit ausdrucksstarken Bildern ihres Afrika-Acryl-Projekts aus dem Vorjahr dekoriert und schafften so eine herzliche Atmosphäre für die Gäste und deren Anliegen.

Projektwoche „Demokratie-Lernen in der Schule durch Straßenfußball“ an der Escuela Millahue

20.03.2010_FLG

20. März 2010 | Eine Woche lang beschäftigten sich alle Klassenstufen der Escuela Millahue mit der Frage, was Demokratie in ihrer Schule konkret bedeutet. Dies geschah in den Vorschulklassen spielerisch und über gemeinsame Malworkshops, in denen insbesondere auch die Eltern der SchülerInnen eingebunden wurden. Die höheren Klassen näherten sich über Diskussionen dem Thema an. Ziel der Projektwoche war es laut Rubén, dem Schulleiter der Millahue 405 Schule, „das tägliche Zusammenleben aller Mitwirkenden in der Schule bezogen zu reflektieren, positiv zu definieren und zu leben“.

Die Idee der Demokratie-Woche hat die Escuela Millahue von ihrer Partnerschule aus Brieselang bekommen. Bei einem Besuch hatte deren Schulleiter, Christof Kürschner, ihr erfolgreiches Vorgehen in diesem Bereich geschildert. Die Oberschule hatte über mehrer Straßenfußball und Regel-Workshops gemeinsam mit allen Schülerinnen und Schülern in einem demokratischen Verfahren eine neue Schulordnung erarbeitet.

→ Regel- und Demokratie-Lernen durch Straßenfußball

Gemeinsam lernen rund um den Globus – Ein besonderes Beispiel globalen Lernens

Juli 2009

Juli 2009 | Stolz halten die Jugendlichen der Erich-Kästner-Hauptschule das Buch „Respect“ in der Hand, für das sie den Schülerpreis Baden-Württemberg erhalten haben. Über ein ganzes Jahr hinweg haben die Schüler und Schülerinnen daran mit den Jugendlichen aus der Partnerorganisation Espérance in Ruanda daran gearbeitet. Ausgangspunkt war die Frage: „Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir den Frieden genau so ernst nehmen würden, wie den Fußball?“ Auf beiden Seiten machten sie sich daran, Texte zu diesem Thema zu verfassen und dabei ihre Sichtweisen zu vergleichen. Illustriert wurde das Buch mit Bildern von behinderten Künstlern aus der Organisation Cre-Arte in Argentinien.

November 2009: Gespannt lauschen die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Escuela Siglo XXI in Bariloche (Argentinien) den Geschichten, die Florian, Matthias und Fabricio (drei ASA- Stipendiaten) aus dem „Respect“-Buch vorlesen. Von den Gedanken der Jugendlichen aus Deutschland und Ruanda inspiriert machen sie sich anschließend selbst ans Werk. In verschiedenen Workshops im Bereich Literatur und Kunst, setzen sich die argentinischen Jugendlichen mit dem Thema Frieden auseinander und drücken ihre Ideen hierzu in vielfältiger Form aus.

Die positiven Erfahrungen und die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler in Argentinien sind beispielhaft für ein zentrales Anliegen von Fußball – Lernen – Global: Jugendliche aus der ganzen Welt lernen von- und miteinander, entwickeln gemeinsame Ideen und Visionen und werden über ihre Lernprojekte und -produkte zu Multiplikatoren globaler Lerninhalte für andere Jugendliche weltweit.

Die zwei Wochen in Chile haben mein Leben verändert – die Hans-Klakow-Oberschule über das Treffen mit ihren Lernpartnern aus Chile

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19. Oktober 2009 | Mit acht Schüler ist die Hans-Klakow-Oberschule Brieselang vom 17. September bis 04. Oktober 2009 zu ihren Lernpartnern aus der Schule Escuela Millahue und der Partnerorganisation Chigol nach Chile gereist. Nach einer langen und intensiven Vorbereitungsphase, nach einem ersten Kennenlernen und Austausch mit den chilenischen Jugendlichen über das Internet ging es los: mit großen Erwartungen, aber auch der einen oder anderen Sorge.  „Ich hatte am Anfang Angst, dass ich mich nicht unterhalten kann, da ich kein Spanisch und die chilenischen Schüler kein Deutsch sprechen. Aber das war alles nicht so, wie ich das befürchtet hatte, weil wir uns auch ohne Sprache unterhalten konnten und die Chilenen sehr nett und gastfreundlich waren“ sagte Jennifer Tiede nach der Reise.

Natürlich stand der Straßenfußball jeden Tag im Mittelpunkt unserer Begegnung. Gleich am ersten Tag nahmen wir an dem Turnier „Peace one day“ in den Straßen des Viertels Cerro Navia teil. Die Straße wurde abgesperrt, Tore aufgestellt, das Feld markiert und los ging es. „Ich habe gemerkt, dass die Chilenen viel offener als meine Mitschüler sind. Sie sind gleich auf uns zugekommen und versuchten mit uns zu reden. Dabei fand ich besonders das Straßenfußballspiel sehr wichtig. Wir konnten Regeln vergleichen und haben dabei Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede herausgefunden.“, sagte Jennifer Tiede.

„Wir haben insgesamt das Leben in Chile und unsere Freunde durch das gemeinsame Arbeiten, Spielen und bei Unternehmungen und Besuchen in den Familien sehr gut kennengelernt. Vorurteile gegenüber dem anderen Land und den Menschen wurden zusammen diskutiert und wir haben viele Gemeinsamkeiten festgestellt.“
Leider waren die zwei Wochen in Chile dann auch viel zu schnell vorbei. „Die Abschiedsfeier war für mich etwas ganz Besonderes. Wir haben einen Baum gepflanzt und alle unsere Namen auf Steine geschrieben und sie in Herzform herum gelegt. Während dieser Aktion herrschte absolute Stille und in unseren Köpfen mussten wir dabei an die schöne Zeit denken. Die zwei Wochen in Chile haben mein Leben verändert, wir haben neue Freunde gefunden, die uns sehr ans Herz gewachsen sind. Ich selbst wurde selbstbewusster und verantwortlicher“, ergänzte Jennifer noch.Beim Aufbau der Partnerschaft war es Chigol und KICKFAIR gelungen, das Projekt „Fußball – Lernen – Global” mit den beiden entwicklungspolitischen Programmen ENSA und ASA zu verknüpfen. Beide Programme werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und von InWEnt umgesetzt. So konnte der gesamte Prozess der Vor-, Nachbereitung und Durchführung der Begegnung optimal begleitet werden.

Bericht von: Christof Kürschner, Steven, Max, Lars, Jan, Jennifer, Charleen, Jennifer, Elena

Hohe Auszeichnung: Schülerpreis Baden-Württemberg für FLG Schule aus Ostfildern

26.07.2009

26. Juli 2009 | “Die heutigen Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass unsere Hauptschulen hervorragende Arbeit leisten. Alle Teilnehmer am Wettbewerb haben hervorragenden Einsatz gezeigt und sich über das normale Maß engagiert. Von solchem Engagement lebt eine lebendige Gesellschaft. Das Beispiel der Preisträger kann uns daher allen Mut machen”, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Landesstiftung, Ministerpräsident Günther H. Oettinger bei der Peisverleihnung am 24. Juli im neuen Porsche Museum in Stuttgart.
Gemeint war damit auch die Erich-Kästner Haupt-schule Ostfildern mit Ihren Fußball-Lernen-Global Aktivitäten. “Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir den Frieden so ernst nehmen würden, wie den Fußball?“
Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen der Erich-Kästner Schule gemeinsam mit ihren Lernpartnern von Esperance/Ruanda und Cre-Arte/Argentienien. Entstand ist dabei ein gemeinsames Buch, das sich dem Begriff Frieden auf einfühlsame und lustige Weise annähert.

Weitere Infos

Film

Besuch von Pablo aus Chile an der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang

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18. Mai 2010 | Die im Rahmen der Lernpartnerschaft zwischen der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang und der Schule Millahue in Santiago geplante Projekt-Begegnung im September in Chile wird immer konkreter. Vom 13. bis zum 16. Mai war Pablo Hewstone von Chigol aus Chile zu Gast in Brieselang. Chigol begleitet auf chilenischer Seite den Austausch und die Lernpartnerschaft der beiden Schulen.
Der Besuch von Pablo wurde genutzt, um die Inhalte der Projektbegegnung zu planen und gemeinsam eine langfristige Vision der Partnerschaft zu entwickeln, die über eine reine Begegnung weit hinausgeht. Begleitet von Chigol und KICKFAIR wollen die beiden Schulen den gemeinsame Erfahrungsraum Straßenfußball nutzen, um Projekte und Inhalte im Bereich Demokratie-Lernen, Konfliktschlichtung und Gewaltprävention zu entwickeln.