Projektwoche „Demokratie-Lernen in der Schule durch Straßenfußball“ an der Escuela Millahue

20.03.2010_FLG

20. März 2010 | Eine Woche lang beschäftigten sich alle Klassenstufen der Escuela Millahue mit der Frage, was Demokratie in ihrer Schule konkret bedeutet. Dies geschah in den Vorschulklassen spielerisch und über gemeinsame Malworkshops, in denen insbesondere auch die Eltern der SchülerInnen eingebunden wurden. Die höheren Klassen näherten sich über Diskussionen dem Thema an. Ziel der Projektwoche war es laut Rubén, dem Schulleiter der Millahue 405 Schule, „das tägliche Zusammenleben aller Mitwirkenden in der Schule bezogen zu reflektieren, positiv zu definieren und zu leben“.

Die Idee der Demokratie-Woche hat die Escuela Millahue von ihrer Partnerschule aus Brieselang bekommen. Bei einem Besuch hatte deren Schulleiter, Christof Kürschner, ihr erfolgreiches Vorgehen in diesem Bereich geschildert. Die Oberschule hatte über mehrer Straßenfußball und Regel-Workshops gemeinsam mit allen Schülerinnen und Schülern in einem demokratischen Verfahren eine neue Schulordnung erarbeitet.

→ Regel- und Demokratie-Lernen durch Straßenfußball

Gemeinsam lernen rund um den Globus – Ein besonderes Beispiel globalen Lernens

Juli 2009

Juli 2009 | Stolz halten die Jugendlichen der Erich-Kästner-Hauptschule das Buch „Respect“ in der Hand, für das sie den Schülerpreis Baden-Württemberg erhalten haben. Über ein ganzes Jahr hinweg haben die Schüler und Schülerinnen daran mit den Jugendlichen aus der Partnerorganisation Espérance in Ruanda daran gearbeitet. Ausgangspunkt war die Frage: „Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir den Frieden genau so ernst nehmen würden, wie den Fußball?“ Auf beiden Seiten machten sie sich daran, Texte zu diesem Thema zu verfassen und dabei ihre Sichtweisen zu vergleichen. Illustriert wurde das Buch mit Bildern von behinderten Künstlern aus der Organisation Cre-Arte in Argentinien.

November 2009: Gespannt lauschen die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Escuela Siglo XXI in Bariloche (Argentinien) den Geschichten, die Florian, Matthias und Fabricio (drei ASA- Stipendiaten) aus dem „Respect“-Buch vorlesen. Von den Gedanken der Jugendlichen aus Deutschland und Ruanda inspiriert machen sie sich anschließend selbst ans Werk. In verschiedenen Workshops im Bereich Literatur und Kunst, setzen sich die argentinischen Jugendlichen mit dem Thema Frieden auseinander und drücken ihre Ideen hierzu in vielfältiger Form aus.

Die positiven Erfahrungen und die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler in Argentinien sind beispielhaft für ein zentrales Anliegen von Fußball – Lernen – Global: Jugendliche aus der ganzen Welt lernen von- und miteinander, entwickeln gemeinsame Ideen und Visionen und werden über ihre Lernprojekte und -produkte zu Multiplikatoren globaler Lerninhalte für andere Jugendliche weltweit.

Die zwei Wochen in Chile haben mein Leben verändert – die Hans-Klakow-Oberschule über das Treffen mit ihren Lernpartnern aus Chile

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19. Oktober 2009 | Mit acht Schüler ist die Hans-Klakow-Oberschule Brieselang vom 17. September bis 04. Oktober 2009 zu ihren Lernpartnern aus der Schule Escuela Millahue und der Partnerorganisation Chigol nach Chile gereist. Nach einer langen und intensiven Vorbereitungsphase, nach einem ersten Kennenlernen und Austausch mit den chilenischen Jugendlichen über das Internet ging es los: mit großen Erwartungen, aber auch der einen oder anderen Sorge.  „Ich hatte am Anfang Angst, dass ich mich nicht unterhalten kann, da ich kein Spanisch und die chilenischen Schüler kein Deutsch sprechen. Aber das war alles nicht so, wie ich das befürchtet hatte, weil wir uns auch ohne Sprache unterhalten konnten und die Chilenen sehr nett und gastfreundlich waren“ sagte Jennifer Tiede nach der Reise.

Natürlich stand der Straßenfußball jeden Tag im Mittelpunkt unserer Begegnung. Gleich am ersten Tag nahmen wir an dem Turnier „Peace one day“ in den Straßen des Viertels Cerro Navia teil. Die Straße wurde abgesperrt, Tore aufgestellt, das Feld markiert und los ging es. „Ich habe gemerkt, dass die Chilenen viel offener als meine Mitschüler sind. Sie sind gleich auf uns zugekommen und versuchten mit uns zu reden. Dabei fand ich besonders das Straßenfußballspiel sehr wichtig. Wir konnten Regeln vergleichen und haben dabei Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede herausgefunden.“, sagte Jennifer Tiede.

„Wir haben insgesamt das Leben in Chile und unsere Freunde durch das gemeinsame Arbeiten, Spielen und bei Unternehmungen und Besuchen in den Familien sehr gut kennengelernt. Vorurteile gegenüber dem anderen Land und den Menschen wurden zusammen diskutiert und wir haben viele Gemeinsamkeiten festgestellt.“
Leider waren die zwei Wochen in Chile dann auch viel zu schnell vorbei. „Die Abschiedsfeier war für mich etwas ganz Besonderes. Wir haben einen Baum gepflanzt und alle unsere Namen auf Steine geschrieben und sie in Herzform herum gelegt. Während dieser Aktion herrschte absolute Stille und in unseren Köpfen mussten wir dabei an die schöne Zeit denken. Die zwei Wochen in Chile haben mein Leben verändert, wir haben neue Freunde gefunden, die uns sehr ans Herz gewachsen sind. Ich selbst wurde selbstbewusster und verantwortlicher“, ergänzte Jennifer noch.Beim Aufbau der Partnerschaft war es Chigol und KICKFAIR gelungen, das Projekt „Fußball – Lernen – Global” mit den beiden entwicklungspolitischen Programmen ENSA und ASA zu verknüpfen. Beide Programme werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und von InWEnt umgesetzt. So konnte der gesamte Prozess der Vor-, Nachbereitung und Durchführung der Begegnung optimal begleitet werden.

Bericht von: Christof Kürschner, Steven, Max, Lars, Jan, Jennifer, Charleen, Jennifer, Elena

Hohe Auszeichnung: Schülerpreis Baden-Württemberg für FLG Schule aus Ostfildern

26.07.2009

26. Juli 2009 | “Die heutigen Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass unsere Hauptschulen hervorragende Arbeit leisten. Alle Teilnehmer am Wettbewerb haben hervorragenden Einsatz gezeigt und sich über das normale Maß engagiert. Von solchem Engagement lebt eine lebendige Gesellschaft. Das Beispiel der Preisträger kann uns daher allen Mut machen”, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Landesstiftung, Ministerpräsident Günther H. Oettinger bei der Peisverleihnung am 24. Juli im neuen Porsche Museum in Stuttgart.
Gemeint war damit auch die Erich-Kästner Haupt-schule Ostfildern mit Ihren Fußball-Lernen-Global Aktivitäten. “Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir den Frieden so ernst nehmen würden, wie den Fußball?“
Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen der Erich-Kästner Schule gemeinsam mit ihren Lernpartnern von Esperance/Ruanda und Cre-Arte/Argentienien. Entstand ist dabei ein gemeinsames Buch, das sich dem Begriff Frieden auf einfühlsame und lustige Weise annähert.

Weitere Infos

Film

Besuch von Pablo aus Chile an der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang

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18. Mai 2010 | Die im Rahmen der Lernpartnerschaft zwischen der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang und der Schule Millahue in Santiago geplante Projekt-Begegnung im September in Chile wird immer konkreter. Vom 13. bis zum 16. Mai war Pablo Hewstone von Chigol aus Chile zu Gast in Brieselang. Chigol begleitet auf chilenischer Seite den Austausch und die Lernpartnerschaft der beiden Schulen.
Der Besuch von Pablo wurde genutzt, um die Inhalte der Projektbegegnung zu planen und gemeinsam eine langfristige Vision der Partnerschaft zu entwickeln, die über eine reine Begegnung weit hinausgeht. Begleitet von Chigol und KICKFAIR wollen die beiden Schulen den gemeinsame Erfahrungsraum Straßenfußball nutzen, um Projekte und Inhalte im Bereich Demokratie-Lernen, Konfliktschlichtung und Gewaltprävention zu entwickeln.

Erste direkte Jugendbegegnung in der Lernpartnerschaft Erich-Kästner-Schule Ostfildern und Espérance in Kigali

07. Vovember 2008 | Welche Rolle spielt der Straßenfußball in Bezug auf die Gendergleichstellung, die Konfliktbearbeitung und für Prozesse des Peacebuilding vor dem Hintergrund der Aufarbeitung des ruandischen Genozids? Mit diesen spannenden und zugleich ernsten Fragen im Gepäck flogen sieben Jugendliche der Erich-Kästner-Hauptschule in Ostfildern nach Kigali in die Hauptstadt Ruandas. Vom 27. Oktober bis zum 5. November trafen sie dort mit Jugendlichen ihrer Partnerorganisation Espérance zusammen und arbeiteten intensiv an gemeinsamen Projektinhalten. Dominique, Mitarbeiter von Espérance war bereits im Juni und Juli mehrere Wochen bei der Erich-Kästnerschule zu Gast gewesen.
Über mehrere Monaten hinweg haben Jugendliche auf beiden Seiten Workshops vorbereitet, bei denen der Austausch über die Lebenswelt des jeweils Anderen und um globale Fragestellungen im Mittelpunkt steht. So entwickelten die Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule beispielsweise Workshops zum „Teamen” und zum Bereich „Straßenfußball und Hip Hop” an. Jugendliche von Esperance führten im Gegenzug Workshops in den Bereichen Straßenfußball und Theater durch. Alle gemeinsam entwickelten Texte, Lieder und Theaterstücke wollen die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Begegnung aufarbeiten und in einem Buch veröffentlichen.

Astrid-Lindgren-Schule zu Gast beim CDI in Paraguay

20. April 2008 | In den Osterferien war es so weit: Franz Kaifel, Schulleiter der Astrid-Lindgren-Schule in Ulm, und Lehrerin Susanne Reutter machten sich auf den weitern Weg zu ihren Lernpartnern beim CDI in Paraguay. In der Schule des CDI war die Aufregung groß, als die Gäste aus Deutschland schließlich da waren. Die Schülerinnen und Schüler legten auch gleich los mit Fragen an ihre Lernpartner: über Deutschland, über die Schule in Ulm und über das Leben ihrer Partnerschüler. Seit über einem Jahr sind die beiden Schulen im Kontakt.
Ausgangspunkt der Partnerschaft war der Straßenfußball, der für die Schülerinnen und Schüler beider Einrichtungen eine wichtige Rolle spielt. Daraus hatte sich das erste große gemeinsame Projekt entwickelt, der deutsch-paraguayische Jahreskalender, in dem sich die Schülerinnen und Schüler in ständigem Austausch selbst entworfene Kalenderblätter mit den kulturellen und alltäglichen Besonderheiten des jeweiligen Monats schickten (Bräuche, Feste, Lieder, Gedichte, Bilder, etc.).