Osnabrück – Kigali – Tel Aviv-Jaffa! Sport für Entwicklung und Frieden Aktivitäten in drei FLG-Ländern

Dieses Wochenende, am 6. April 2019, gibt es zum siebten Mal den International Day of Sport for Development and Peace – ein besonderer Feiertag den die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) 2013 beschlossen hat. Das Datum wurde in Anlehnung an die Eröffnung der ersten Olympischen Sommerspiele der Neuzeit 1896 in Athen gewählt. Die damit verbundenen Werte wie Toleranz, Fairness, Teamwork, gegenseitiger Respekt, friedliches Zusammenleben und Solidarität sind für Fußball Lernen Global ein willkommener Anlass für besondere FLG event days:

1) Vom ersten bis fünften April findet an der Möser Realschule in Osnabrück eine Projektwoche statt, in deren Rahmen die Werte und Erfahrungen aus dem Straßenfußball auf das Miteinander in Klassen und Schulgemeinschaft übertragen werden. Schüler*innen (5. bis 9. Klassenstufe; Jugendliche mit und ohne Flucht- oder Migrationserfahrung) tragen in Begegnungs- und Vielfaltsworkshops ihre Perspektiven zusammen, bringt diese gemeinsam mit dem Zeichner und interkulturellen Trainer Yorgos Konstantinou in verständliche Bildsprache und veröffentlicht sie im Rahmen einer interaktiven Ausstellung diesen Freitag für die gesamte Schulgemeinschaft und Elternschaft. Außerdem werden die Perspektiven zum Thema Vielfalt in HipHop-Texten ausgedrückt, um in den kommenden Wochen eine Straßenfußball-Vielfalt-Hymne für die Schule aufzunehmen. Beide Gruppen haben die Woche über zusätzlich besonderen Besuch: Marcelline von Esperance (Ruanda) bringt ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre eigene Biografie mit ein und gestaltet Workshops zur globalen Dimension.
Mehr zur Arbeit zu Vielfalt und Begegnung im Kontext von Fußball Lernen Global gibt es hier.

2) In Kigali (Ruanda) wird der Staffelstab dann am Samstag übernommen: Der sechste April ist in Ruanda ein bedeutsames Datum. An diesem Tag im Jahr 1994 kam der damalige Staatspräsident Juvenal Habyarimana um, als sein Flugzeug beim Landeanflug auf Kigali abgeschossen wurde. Daraufhin eskalierte die Gewalt. Sie gipfelte in einem Völkermord, in dem binnen 100 Tagen mehr als 800.000 Menschen starben. Diese schrecklichen Ereignisse prägen noch heute die Politik und das Leben in Ruanda. An diesem Samstag – 25 Jahre später – beginnt in Ruanda ein 100-tägiges Gedenken, das auch die Fußball Lernen Global Organisation Esperance aktiv in Kigali und in ihrem Center gestaltet und begeht.
Zu Ruanda und Esperance gibt es ein ganz neues Unterrichtspaket, um sich mit dem Kontext und unter anderem auch mit dem Genozid zu beschäftigten. Hier ein Einblick

3) Sonntag morgen wird der Staffelstab von Kigali nach Tel Aviv-Jaffa (Israel) gereicht: Dort organisieren Jugendliche vom Peres Center for Peace and Innovation einen lokal-globalen Diversity World Cup für arabisch- und hebräischsprachige Kinder- und Jugendliche in gemischten Teams, die jeweils für alle Fußball Lernen Global Länder Punkte einspielen. Mit ihrem Engagement setzen sich ein für ein positives Miteinander in Vielfalt und öffnen ihren Blick für die Vielfalt in anderen FLG-Kontexten. Sie übernehmen im Diversity World Cup eine besondere Rolle: Mit diesem 40ten lokalen Straßenfußball-Diversity-Turnier endet die erste FLG-Diversity Saison und die zweite startet. Am Sonntag steht also fest, welches Land den symbolischen Pokal gewinnt!

2018 & 2019 | „Vielfalt: Wer bin ich, wer bist Du, wer sind wir gemeinsam?“ – so heißt das aktuelle globale Projekt der Partnerorganisationen Formação (Brasilien), Peres Center for Peace (Israel und Palästina), YFC Rurka Kalan (Indien), CHIGOL (Chile), Centro para el desarollo de la inteligencia (CDI) und Paí Pukú (Paraguay), Espérance (Ruanda), Sudharr (Pakistan), Hodi (Kenia), SALT Academy/Mighty Girls (Kambodscha) und KICKFAIR (Deutschland).

„Spielen für eine andere Welt“ – ein Dokumentarfilm über CHIGOL

„Dass Jugendliche aus anderen Breitengraden zu uns kamen das bedeutet schon was. Wenn sie woanders hinreisen säen sie dort etwas aus, hinterlassen etwas, damit es dort weiter wächst. Wir müssen von der Welt lernen, das Gute nicht das Schlechte.“ [Jaime Bahnmondes, Anwohner Cerro Navia]

Der Dokumentarfilm (36 Minuten) erzählt die spannende Geschichte von CHIGOL seit den Anfängen des Projektes im Jahr 2005. Er zeigt den Weg von Juan, einem Teilnehmenden der ersten Generation bei CHIGOL, und lässt Menschen unterschiedlichen Alters aus der Nachbarschaft von El Montijo zu Wort kommen, die ihren Blick auf CHIGOL schildern.

Parallel zum Dokumentarfilm hat KICKFAIR ein Unterrichtspaket zur intensiven Auseinandersetzung mit dem chilenischen Kontext und CHIGOL entwickelt. Hierdurch erhalten Schüler*innen nicht nur einen tiefgehenden Einblick in die Arbeit von CHIGOL, sondern setzen sich auch mit der Lebensrealität der Jugendlichen von CHIGOL, mit deren sozialen Kontext und mit dem Land Chile auseinander. Das Unterrichtspaket setzt sich zusammen aus einer Unterrichtsbroschüre und Arbeitsblättern und Kopiervorlagen. In der Broschüre finden sich konkrete Vorschläge und Methoden, wie die Arbeitsblätter und Kopiervorlagen zum Film „Spielen für eine andere Welt“ im Unterricht oder in der Arbeit mit Projektgruppen eingesetzt werden können. Zudem sind Hintergrund-Informationen und weitergehende Links zu Chile und zu CHIGOL enthalten.

Atalya und Safa aus Israel/Palästina bei KICKFAIR

Gleich zwei junge Frauen bereichern noch in diesem Jahr das Lernen rund um Straßenfußball bei KICKFAIR: Vom 19. bis 30. November tourt Atalya vom „Peres Center for Peace and Innovation“ durch viele Fußball-Lernen-Global-Schulen in ganz Deutschland, um sich mit Jugendlichen zum Leben und Kontexten in Deutschland und Israel/Palästina auszutauschen. Und vom 26. November bis 8. Dezember ist Safa in eine Vielzahl Workshops eingebunden. Hier stellt Atalya sich vor:

„Hi! my name is Atalya , I’m from Israel and I live at Jerusalem. I’m 19 years old and I Volunteer at the Peres Center for Peace and Innovation. At the Peres center our goal is to prepare minds of people on both sides toward shared-living between all of Israel’s citizens and lasting peace between Israel and its neighbors.

One of the Peres center projects, in which I’m grateful to take a part in, is“ Twinned Peace Soccer Schools“. The project takes place in diverse communities across Israel, with Israeli and Palestinian boys and girls. Through „twinning“ or pairing those diverse groups together, these youths play soccer in mixed groups as one team, with the unique educational methodologies developed by the Peres Center. For many years we have collaborated with Kickfair, because of our similar ideology, that encourages the diversity in our society, gives place to each person with his or her uniqueness and 

combines all the individuals, the different cultures, religions, nationalities, into one soccer field, on one unified team, who plays under the same rules with the same uniforms.

During my stay with KICKFAIR in Germany I will visit KICKFAIR programs and classes across Germany and would lead with KICKFAIR’s team workshops to schoolchildren. Its so special for me to see the diversity in children classes, how the children gives each and every one of them, his own place to express his uniqueness, In addition, its interesting to see the differences between the Israeli and the German educational systems and what they choose to emphasize. I am really happy and excited to cooperate with KICKFAIR’s team, to build workshops together, to see their methodologies and to learn how they educate for Peace through Football.

I’m grateful for the chance to meet KICKFAIR’s gold team and to see their work. Its really heart warming to see people who invest themselves one hundred percent in improving the society, and gives a place to each and everyone inside her ,through football. I am happy to contribute to the collaboration between the Peres Center for Peace and Innovation and KICKFAIR that has been lasting since 2010 already. Thank you so much for the opportunity to experience and see a bit of your work!
Yours, Atalya“

DIVERSITY FESTIVAL in Rurka Kalan (Indien)

Vom 12. bis 18. November 2018 trifft sich das internationalen Lernnetzwerk „Fußball-Lernen-Global“ (FLG) beim Netzwerkmitglied Youth Football Club (YFC) in Rurka Kalan/Indien. Vertreter*innen und Youth Leader*innen aller zehn Partnerorganisationen sind vor Ort Teil des „Girls Lead Girls Play Festival“ bei dem sich rund 150 Mädchen und junge Frauen aus ganz Indien treffen.
Parallel dazu trifft sich Fußball-Lernen-Global um das gemeinsame Diversity Projekt 2018/19 voran zu bringen und dieses in Bezug zur „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ zu setzen. Kernelement der Agenda sind die „17 Sustainable Development Goals“. Möglich macht das internationale Treffen  unter anderem das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat das das Treffen unterstützt.

Samy aus der „SALT ACADEMY“ (Kambodscha) stellt sich vor

16. Januar bis 13. Februar 2018 | Hello, my name is Samy Seng. I am 22 years old. I come from Battambang province which is in the northwest of Cambodia.
I first knew SALT Academy (long term partner of KICKFAIR) in 2008. I was one of the players in grassroots season league during the weekend which is hosted by SALT.

First of all, I didn’t like to play football because I thought that football was just for men to play not for women. I thought you have to be strong and brave to play in this game. First day of the training some of my friends asked me to join their team. But I disagreed. And I also tried to explain about my personal issue why I didn’t like football. As I remembered, I was caring about my outside appearance and my study. If I play I would get big muscles and black skin and my study would drop down, too.

Besides this ancient perspective, I also got some advice from my house mother who said that ‘’ you must concentrated on your study better than waste your time on football ’’. However, everything has changed. I decided to play because it is a really interesting game. In 2010, I became a Mighty girls (MG) participant. SALT had created this program because they wanted to see women football in Cambodia. They brought girls from the surrounding of Battambang province that faced difficult situations. I am also one of those girls. They used football as the method to empower girls. According to the MGs program, they provided a lot of things to those who involve in the program.  

We, the MGs, got a lot of opportunities to develop ourselves by being young leaders, teachers, coaches and being role models for our next generation, too. Especially, we would like to show to our society that girls or women could take part in football as well.

During my time here in Germany, I expect that I would learn a lot of things from this amazing country such as try the new food, understand more about the culture and language. The most significant thing is I wish I would get more experiences and new knowledge from the KICKFAIR staff, too.
After I get back to my home country, I would transfer all my knowledge and experiences which I have learned from here to spread out to my work place and community where I live.

Finally, I would like to say thank you to both SALT Academy (Sport and leadership training) and KICKFAIR which provided this incredible opportunity for me to spend time in Germany. Especially, I am very thankful to all KICKFAIR staff. They are very generous and good hearted. They always give me a great smile and warm greeting.

I am really looking forward to the next weeks and the workshops, because: „No success without hard work“

Yours, Samy

Harpreet Kaur (Indien) stellt sich vor

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18. Dezember | Vom 07-22.12 ist Harpreet Kaur Youth Leaderin aus Indien bei KICKFAIR in Deutschland und wird in dieser Zeit zahlreiche Workshops an den FLG-Schulen geben. Hier stellt sie sich vor: „I am Harpreet Kaur. I am 22 year old. Now I share with you my life story. I belong to poor family. I live in my home with my two sisters and grandmother. I have no dad and mom, my dad was died when I passed 8th standed and also my mom not live with me. I done my graducation from GNDU (Guru Nank Dev University) Amritsar in last year. After completed my +2 study my family did not allow to me go to other city or village. One day I met to with Gurmangal Das of the Youth Football Club – I call him „Soni Sir“ – in computer centre and I said I like play football but my community does not allow to me. After taking with Soni I join the yfc first workshop (Grassroots coures) in 2014. Now I attached with yfc and work with students in my villages as a youth leader. I work with yfc in the project S4D (sports for development).
Before joining yfc I had no confidence and no taking with other person specially of boys. After attending many workshop in yfc my life style has totally changed because before I was shy girl. Now I am confident girl and I completed my graducation in my own salary. Today my parents are proud on me because I help to my family giving some money. Yfc always give to me chance going to other palace. Last time I was in Goa and in Andretta (Himachal Perdesh) with my friends. In Goa my expericene is too good because first time I played football in Goa. I am very happy working with yfc. I have a job today, I am also giving respect to Soni Sir because he is very good person because he always wants to help to any person. I am very thankful to all yfc members by heart. Now I am working with Kickfair from Germany. I hope also here is my experince to much good.“

Themenwochen „Sport, Bildung, Entwicklung und bürgerschaftliches Engagement“ bei Formação/Brasilien

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Sept und Nov 2017 | Vom 29. August bis 3. September sowie vom 29.11.-3.12. organisiert Formação und die Formação Faculdade Integrada (FFI) mit mehreren lokalen Partnern Workshops und Aktivitäten in ganz São Luis (Brasilien). Die Themenwochen richten sich an verschiedene Zielgruppen im Handlungsfeld. Dazu gehören unter anderem Lehrende an Schulen und Universitäten, VetreterInnen aus der sozialen Arbeit und aus Kommunen, sowie Studierende oder andere Interessierte am Thema.

Die Veranstaltungsreihe setzt sich aus Seminaren, Weiterbildungskursen, Diskussionsrunden und Sportveranstaltungen im öffentlichen Raum zusammen. Dazu gehört auch ein inklusives „Rennen der Freude“ in der Altstadt von São Luis für das sich 800 Läufer und Läuferinnen mit verschiedenen Hintergründen und körperlichen Ausgangssituationen angemeldet haben.

Zu den Zielen gehört die Förderung des Dialogs im Handlungsfeld „Sport, Bildung und Entwicklung“, die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Schulen und Kommunen, der Austausch von best-practice in Brasilien, Deutschland und weltweit, die Verbindung von praktischem Wissen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren weitere Systematisierung.

In der Themenwoche vom 29. August bis 3. September ist auch KICKFAIR am Dialog und Austausch beteiligt. Neben den Erfahrungen aus der Arbeit in Deutschland stellt KICKFAIR mit Formação gemeinsam auch die Erfahrungen im Fußball-Lernen-Global-Netzwerk dar.

Kinderrechte-HipHop geht auch in Chile weiter: Chigolitos Rap präsentieren ihr eigenes Album

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6.10.2017 | Ein Konzert in der Casa De La Cultura Violeta Parra in Cerro Navia – das war seit längerem das große Ziel der Kinder- und Jugend-Rap Gruppe Chigolitos Rap. Entstanden ist die Gruppe im Jugendzentrum von Chigol in Cerro Navia. Dort bearbeiten sie durch HipHop schwierige Themen, wie beispielsweise Drogen, Ungleichheit und Gewalt und thematisieren diese im öffentlichen Raum.

Nachdem sie 2016 im internationalen FLG-Projekt „Straßenfußball und Kinderrechte“ mit ihrem Ansatz, ihren Erfahrungen und ihrem eigenen Song-Beitrag auf der HipHop Compilation „Tengo mis derechos no me digas nada“ Vorbilder für andere weltweit waren,

haben sie nun – in direkter Folge der internationalen Compilation – ihre eigene CD herausgegeben. Die Veröffentlichung verknüpften sie mit einem Konzert vor mehr als 150 interessierten Gästen in ihrem Viertel Cerro Navia. Das Konzert war ein voller Erfolg und gleich im Anschluss begann die Gruppe hoch motiviert die Produktion ihrer nächsten CD.

Hier geht es zu Konzertausschnitten:
Track: Ven y Veras
Track: Dimelo

Diane Sousa (Formação/Brasilien) blickt auf ihre drei Monate bei KICKFAIR zurück

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07.09.2017 | Als ich 18 war, wirkte ich als Youth Leaderin das erste Mal für einen längeren Zeitraum bei KICKFAIR mit. Jetzt, sieben Jahre später und nach mehreren kürzeren Aufenthalten bei KICKFAIR, konnte ich erneut für ganze drei Monate von Deutschland aus unsere gemeinsamen Inhalte und Projekte voranbringen. Mit vielen Jahren Erfahrung und inzwischen als leitende Mitarbeiterin bei Formação im Bereich Sport und Entwicklung fühlt sich der aktuelle Aufenthalt deutlich einfacher und sicherer an.

„Jeder von uns trägt sein eigenes Päckchen mit sich, das man nicht wiegen, messen und manchmal auch nicht sehen kann – das Gepäck des Lebens, in dem wir Erfahrungen, Emotionen, Erinnerungen und Wissen mit uns tragen. Nur derjenige, der das Päckchen trägt, kennt es in allen Details.“

Formação und KICKFAIR verbinden seit vielen Jahren gemeinsame Konzepte und Methoden, auf deren Grundlage auch mit allen anderen Fußball-Lernen-Global Organisationen aus Südamerika, Afrika und Asien vielfältige Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht werden konnten. In unseren Projekten geht es immer um Wissenstransfer – das heißt für mich, sich zu erfolgreichen Strategien und Konzepten auszutauschen und sie in unser alltägliches Tun in unseren lokalen Strukturen zu integrieren. Für mich ist dieser Ansatz einzigartig.

In den drei Monaten konnte ich verschiedene Tätigkeitsfelder bei KICKFAIR mitgestalten und meine Ideen und Erfahrungen in die Weiterentwicklung einbringen. Dazu gehörten viele Workshops mit Kindern und Jugendlichen an KICKFAIR-Schulen in ganz Deutschland, Vernetzungs- und Austauschtreffen mit Erwachsenen und Youth Leadern, Seminare an Partner-Universitäten von KICKFAIR, das Weiterentwickeln der Schulpartnerschaft zwischen der Gesamtschule Wulfen und ihrer Partnerschule in São Luis (Maranhão/Brasilien) und vieles mehr.

„Das großartigste Lernen erlebte ich in Workshops mit sehr vielfältigen Teilnehmenden (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, mit und ohne aktueller Fluchterfahrung, Kinder mit Lernschwierigkeiten, Youth Leader). Für die Arbeit mit jeder Zielgruppe konnte ich der Zeit hier neue Strategien und Vorgehensweisen entwickeln.“

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war unsere gemeinsam gestaltete internationale Arbeitswoche, die 10 Organisationen unseres Fußball-Lernen-Global-Netzwerk zusammenbrachte. Aktuell bewegen uns alle gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen, die sich für Jugendliche in einer globalen und vielfältigen Welt ergeben. In der Woche haben wir ganz konkrete Methoden und Arbeitseinheiten zusammengetragen, mit denen weltweit vor Ort mit Jugendlichen gearbeitet wird. Sie lernen, mit verschiedenen Aspekten von Vielfalt im eigenen Lebenskontext umzugehen. Jugendliche können so ihre Ängste abbauen, Vielfalt verstehen und als etwas Positives sehen lernen, um selbst auch aktiv zu einer inklusiven Gesellschaft beizutragen. Letztlich geht es auch im Thema Begegnung in Vielfalt darum, immer wieder zu forschen, Neues zu entdecken und zu erleben – das ist genau das, was ich in meinen drei Monaten hier mit KICKFAIR wieder erlebt habe.

Einige ausgewählte Erfahrungen habe ich auch auf meinem Blog ausführlicher beschrieben.