Lernpartnerschaftliche Begegnung in Chile

13-10-2012 |

13. Oktober 2012 | Neun Schülerinnen und Schüler der Mühlendorf-Oberschule in Teltow haben sich auf die Reise nach Santiago de Chile gemacht, um dort die Jugendlichen des Colegio Teresiana, der Schule Sargento Candelaria 407 und der CHIGOLITOS Gruppe zu treffen. Unter dem Leitsatz „Together we can“ setzen sie sich zwei Wochen zu Themen des globalen Lernens und insbesondere zum Thema Rassismus und Diskriminierung auseinander.

Die Begegnung ist Teil einer langfristigen Lernpartnerschaft zwischen beiden Schulen. Seit über einem Jahr tauschen sich die Jugendliche beider Seiten über das Internet über Straßenfußball und weitere Themen aus. So fand beispielsweise im April 2012 eine parallele Projektwoche zum Thema Straßenfußball und Rassismus statt. Diese thematische Auseinandersetzung wird nun während der Begegnung fortgeführt.

Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler von deutschen und chilenischen Jugend-Mentoren aus der Hans-Klakow-Oberschule Brieselang und der Escuela Millahue. Diese geben dabei ihre Erfahrungen weiter, die sie in den Jahren zuvor im Rahmen ihrer Partnerschaft und bei Begegnungen gemacht haben. Als Abschluss der Begegnung findet ein Straßenfußballturnier im Rahmen der weltweiten Straßenfußballstaffel GloBall mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen statt.

„Mit dem Ball durchs Leben“ – Material in verschiedene Sprachen übersetzt

09-09-2012

09. September 2012 | Das von den Projektpartnern des Fußball-Lernen-Global – Netzwerkes gemeinsam erstellte Unterrichtsmaterial „Mit dem Ball durchs Leben“ ist mittlerweile in eine ganze Reihe von Sprachen übersetzt worden. Anhand von 13 spannenden Biographien von Mädchen und Frauen werden darin unterschiedliche gesellschaftliche, kulturelle und politische Realitäten vorgestellt. Die Übersetzung konnte dank der Unterstützung durch die UNAOC (United Nation’s Alliance of Civilization) und die BMW Group realisiert werden. Das Material und dessen Einsatz war 2011 mit dem Intercultural Innovation Award von diesen beiden Organisationen ausgezeichnet worden.
Mit der Übersetzung des Materials ist die Grundlage für einen weltweiten Einsatzes des Materials gelegt. Im Rahmen von Fußball-Lernen-Global werden die Inhalte und Ergebnisse der weltweiten Auseinandersetzung mit dem Material in Zukunft dokumentiert und zur Verfügung gestellt. Damit wird ein spannender und globaler Vergleich von Perspektiven und Sichtweisen möglich.

Mehr Informationen zum Unterrichtsmaterial „Mit dem Ball durchs Leben“ unter Veröffentlichungen

Erneut parallele Projekt-Tage in Saõ Bento und Wulfen

02.04.2012

30. September 2012 | Im Rahmen ihrer Lernpartnerschaft haben die Gesamtschule Wulfen und die Schule CEMP in Brasilien bereits zum zweiten Mal parallele Projekt-Tage durchgeführt (s. Bericht weiter unten). Vom 24.bis zum 28. September haben sich die Jugendlichen parallel an ihren Schulen mit Fragen rund um Straßenfußball in beiden Ländern auseinandergesetzt. Auf beiden Seiten wurde dabei mit dem verschiedenen Straßenfußball-Biographien aus dem Material Mit dem Ball durch Leben gearbeitet. Über Skype tauschten sich die Jugendlichen über Ergebnisse und Inhalte dieser Auseinandersetzung direkt miteinander aus.

In Wulfen hatten die Schüler während der Projekt-Tage die Möglichkeit, sich auch direkt mit Kassiana aus Brasilien auszutauschen. Sie ist bei der Organisation Formação tätig, die die Schule CEMP eng in der Arbeit mit Straßenfußball und der Umsetzung der Lernpartnerschaft mit Wulfen begleitet.

Für sie waren die gemeinsamen Projekt-Tage ein besonderes Erlebnis. Beindruckend fand sie vor allem das starke Interesse der deutschen Jugendlichen am Dialog und an der Lebensrealität und den Sichtweisen der brasilianischen Partnerjugendlichen: „Das waren wirklich sehr produktive Tage, an denen sich die Jugendlichen intensiv mit der Bedeutung des Straßenfußball in der Alltag der andern und ihren Kommune auseinandergesetzt haben.“

Beim abschließenden Skype-Gespräch wurden dann auch konkrete Schritte für die weitere Zusammenarbeit festgelegt. Über Fotos und Videos wollen sich die Jugendlichen in den nächsten Wochen weiter über ihre jeweiligen Lebenskontexte austauschen. Geplant ist auch ein gemeinsames Straßenfußball-Turnier, das zeitlich in beiden Ländern stattfinden soll.

Südexpertin Kassiana aus Brasilien stellt sich vor

26-09-2012 | Kassiana Pessoa aus Brasilien ist für drei Monate als Youth Leader bei Kickfair zu Gast. Während ihres Aufenthaltes wird Kassiana als Südexpertin an Schulen in ganz Deutschland Workshops zu Straßenfußball und globalem Lernen durchführen. Einer der Schwerpunkte wird dabei die Weiterentwicklung der Lernpartnerschaft zwischen der Schule CEMP in Brasilien und der Gesamtschule Wulfen sein.
KassianaHallo, meine Name ist Kassiana Pessoa, ich bin 25 Jahre alt und komme aus Saõ Luis- Maranhaõ im Norden von Brasilien. Derzeit studiere ich Sportwissenschaften und arbeite bei der Organisation Instituto Formaçaõ.Meine Arbeit besteht hauptsächlich darin, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und ihnen über den Sport soziale Kompetenzen zu vermitteln. Über unsere Arbeit versuchen wir Werte zu vermitteln und Themen wie soziale Inklusion, Demokratisierung, Stadtentwicklung und Entwicklung zu behandeln.
Zur Zeit bin ich bei KICKFAIR in Deutschland. Hier zu sein ist eine Riesenchance für mich. Als Teil des KICKFAIR-Teams entwickeln wir Ideen, wie man globales Lernen nachhaltig in unsere Arbeit einbetten kann und führen Workshops mit Jugendlichen in ganz Deutschland durch. Ein weiterer Inhalt während meines Aufenthaltes hier ist die Betreuung der Lernpartnerschaft zwischen der Schule CEMP in Brasilien und der Gesamtschule Wulfen hier in Deutschland. Wir nutzen die Zeit, in der ich hier bin und tauschen uns über Themen wie Inklusion, Diversität und allgemein über Brasilien aus. Ich finde es toll, wie sehr sich die Jugendlichen hier für mich, meine Arbeit und mein Land interessieren und hoffe, ihnen das zurückgeben zu können.

Socheta und Srey Teav aus Kambodscha als Südexpertinnen an FLG-Schulen in ganz Deutschland

19. September 2012 I Socheata und Srey Teav kommen aus Battambang in Kambodscha. Sie sind Teil der „Mighty Girls“ in Kambodscha, einem Projekt der SALT Academy (www.saltacademy.net).Die Mighty Girls waren das erste kambodschanische Nationalteam der Frauen, Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren spielen mit. Fußball ist dabei nur Mittel – bei den Mighty Girls geht es darum, Mädchen eine Alternative zu bieten, damit sie nicht arbeiten müssen, sondern zur Schule gehen und eine Ausbildung machen können.

SreytavSochetaIn den kommenden vier Wochen sind Teil des Teams von KICKFAR. Bei ihrem Aufenthalt geht es um einen Austausch von Erfahrungen über Möglichkeiten, der Fußball für junge Menschen eröffnet. Als sogenannte Südexpertinnen geben sie Workshops an Fußball-Lernen-Global-Schulen in ganz Deutschland. Nach ihrem Aufenthalt werden sie den Kindern und Jugendlichen der Straßenfußballprojekte der SALT Academy wiederum von ihren Erfahrungen in Deutschland berichten.

Südexperten und -expertinnen sind Jugendliche, die sich in ihren Organisationen seit längerem im Bereich Straßenfußball engagieren und zu Vorbildern und Mentoren für andere Jugendliche geworden sind. Die direkte Begegnung und der Dialog mit jugendlichen Südexpertinnen und Experten ist ein zentrales Element der Umsetzung von Fußball-Lernen-Global in Deutschland.In der Begegnung mit den Südexperten erhalten die Jugendlichen in Deutschland authentische Einblicke in andere Lebenswelten und diskutieren mit den Youth-Leadern über Visionen eines fairen weltweiten Miteinanders.

Youth-Leader Treffen bei KICKFAIR mit Rotem und Lisa aus Israel und Palästina

04. Juli 2012 | Rotem, Lisa (beide Youth Leader aus Israel und Palästina), Marcel, Tarek, Michi, Helga und Mimoza (alle fünf Youth Leader bei KICKFAIR) sitzen im KICKFAIR Büro zusammen. Sie diskutieren, tauschen Ideen aus, schreiben an der Flipchart, skypen mit anderen Jugendlichen aus Israel und Palästina und sprechen mit anderen Jugendlichen aus den Projekten, um ihr Feedback zu hören.
Rotem und Lisa verbringen über eine Woche mit KICKFAIR und sind mit den KICKFAIR Youth Leadern dabei, ein gemeinsames, trilaterales Friedensturnier zu planen. Das zeitgleiche Turnier soll Jugendliche aus Israel, Palästina und Deutschland zusammen bringen, die gemeinsam für Frieden und Völkerverständigung spielen. In Deutschland werden daran verschiedenen Schulen aus Ostfildern beteiligt sein.

Straßenfußball, Inklusion & Lernen in FLG-Schulen in Bariloche und Umgebung

20-10-2011

04-07-2012 | Seit mehreren Jahren entwickelt Cre-Arte gemeinsam mit Schulen aus Bariloche und umliegenden Dörfern schulspezifische Lernräume über die Methode Straßenfußball. An drei Schulen der Region, zwei im Stadtgebiet Bariloche und eine in El Bolson, verknüpft Cre-Arte nun den Bildungsansatz Straßenfußball mit dem Thema Kinderrechte sowie mit Elementen aus Artistik und Theater.
Über den spielerischen Ansatz und das Konzept des Mediators werden dabei Inhalte zum „Recht zu Spielen, zur freien Meinungsäußerung und zu Identität“ erarbeitet. In den Schulen werden die Workshops gemeinsam mit erfahrenen Straßenfußball-Mediatoren aus dem Cre-Arte-Zentrum für Erwachsene mit Behinderung durchgeführt.

Internationales Youth-Leader-Treffen an der Grundschule am Insulaner in Berlin

14.06.2012

14. Juni 2012 | Am Donnerstag, den 13. Juni führte steuerte das aktuell bei KICKFAIR arbeitende Team aus internationalen Südexperten (s. voriger Bericht) die Grundschule am Insulaner in Berlin am. Gemeinsam mit KICKFAIR hatte diese das internationale Youth-Leader-Treffen geplant, bei dem die Südexperten mit Jugendlichen und Lehrkräften verschiedener Schulen aus ganz Deutschland zusammen kamen. Zentraler Inhalt des Treffens war die gemeinsame Konzeption und Planung einer weltweiten Straßenfußball Staffel, an der weltweit Jugendlichen und Schulen aus dem Fußball-Lernen-Global – Netzwerk teilnehmen.
Nachdem zunächst alle unterschiedlichen Teilnehmenden ihr Arbeit und ihre Erfahrungen mit Straßenfußball vorgestellt hatten, teilte sich die Gruppe in gemischte Kleingruppen auf und entwickelte mögliche Themen für das geplante Event. Am Ende wurden alle Ideen zusammengebracht, gemeinsam diskutiert und das weitere Vorgehen besprochen. Als Ziel wurde festgesetzt, sich in den nächsten Wochen weiterhin mit der Planung zu beschäftigen, über Facebook in Kontakt zu bleiben und die Schulen und Projekte, die bei diesem Treffen nicht dabei sein konnten, ins Boot zu holen.

Die Südexperten Carlos, Moises und Gilbert stellen sich vor

Seit Anfang Juni sind Moises aus Chile, Carlos aus Paraguay und Gilbert aus Ruanda in Deutschland. Sie realisieren für zwei Monate einen Austauschaufenthalt bei KICKFAIR. Als Südexperten führen sie an FLG-Schulen in ganz Deutschland Workshops zu Straßenfußball und Globalem Lernen durch.

web_FLG_klein-moisesMein Name ist Moises Giusseppe Frigerio Huanquilen, ich bin 21 Jahre alt und der Älteste von sechs Geschwistern. Ich lebe im Stadtteil Pudahuel in Santiago de Chile und ich arbeite seit vier Jahren in der Straßenfußballorganisation Chigol. Angefangen habe ich als Spieler und inzwischen bin ich Teamer im Viertel Cerro Navia, einem Nachbarviertel zu meinem Wohnort. Ich arbeite vor allem in Vororten und Schulen. Ich kann immer wieder bei den Jugendlichen sehen, wie wichtig unsere Arbeit und die Entwicklung sozialer und perösnlicher Kompetenzen ist und dass die Jugendlichen lernen, ihre Mitmenschen zu respektieren und das Leben zu schätzen. Daher nehme ich immer wieder meine Motivation.

web_FLG_klein_carlosHallo, ich bin Carlos aus Pa’i Puku- CDI- Paraguay. Ich lebe in der Region Chaco in einer Schule, die Pa’i Puku heißt. Hier lernte ich das Projekt Partidí (Straßenfußball) kennen. Über diese Methode haben Jungen und Mädchen die Möglichkeit auszudrücken was sie fühlen und ihre Gedanken zu teilen, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft. Heute arbeite ich in diesem Projekt hier als Teamer mit Jugendlichen und Kindern. Wir versuchen über den Fußball Werte zu entwickeln und diese Werte auch im Alltag für ein besseres Zusammenleben umzusetzen.

web_FLG_klein_cilbertHallo, ich bin Gilbert Ndayambaje und ich bin 28 Jahre alt und ich komme aus Ruanda. Ich habe gerade mein Jurastudium abgeschlossen und würde gerne einen Master machen. Ich arbeite seit 2004 bei Espérance. Mein erstes Projekt nannte sich Jeux de Vacances (Ferienspiele).
Hier war ich mit der Organisation von Turnieren und traditionellen Spielen aus Ruanda beauftragt. In den letzten sieben Jahren nahm ich als Assistent an verschiedenen Projekten teil, wie beispielsweise bei Friedensturnieren im Rahmen von Football for Hope. Zusätzlich organisierte und führte ich Trainings für unsere Volontäre durch. Eine ganz besondere Erfahrung war für mich ein Projekt in Südafrika (Sport for social change), an dem ich erfolgreich unsere besondere Methode des Forumtheater einbringen konnte. Durch meine Aufenthalte in Ländern wie Deutschland und Brasilien lernte ich viel über andere Kulturen und Lebensweisen. Solche Erfahrungen, die man durch diese Arbeit macht, helfen einem auch im späteren Leben weiter.

Street Football beats Racism – Parallele Projektwoche in Teltow und Santiago de Chile zum Thema Rassismus und Fußball

04.04.2012

04. April 2012 | Am 3. April setzten die Schülerinnen und Schüler der Mühlendorf Oberschule in Teltow mit einem Straßenfußballturnier ein Zeichen gegen Rassismus. Das Turnier bildete den Abschluss einer Projektwoche, die parallel an der Teltower Schule und an deren Partnerschule Colegio Instituto Teresiana in Santiago de Chile stattgefunden hatte. In dieser Woche hatten sich die Jugendlichen beider Länder mit Diskriminierung und Rassismus auseinandergesetzt. Was genau ist eigentlich Rassismus? Spielt Rassismus in unserer Schule eine Rolle? Was habe ich damit zu tun und was kann ich dagegen tun?

Zudem setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Rassismus im Fußball auseinander. Sie sahen sich Interviews mit Profifußballern und -fußballerinnen und Aktionen gegen Rassismus genauer an und verschafften sich einen Überblick über verschiedene Handlungsmöglichkeiten.

Daraus sammelte die Gruppe an der Mühlendorf Oberschule Ideen, wie das Straßenfußballturnier als Plattform für ein Engagement gegen Rassismus genutzt werden kann. Sie fasste den Plan, das Thema durch eine entsprechende Musikauswahl und einen Slogan während des Turniers sichtbar zu machen. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildete ein Graffitiworkshop, bei dem die Schülerinnen und Schüler ein acht Quadratmeter großes Bild mit dem Schriftzug „No Racism on our streets“ und selbst entworfenen Comicfiguren gestalteten.