Medienpaket „Mit dem Ball durchs Leben“ jetzt online und bestellbar

10. April 2011 | Mit dem Medienpaket „Mit dem Ball durchs Leben“ verknüpfen KICKFAIR und das Institut für Friedenspädagogik Tübingen erneut ein Fußballgroßereignis mit Globalem Lernen und bereitet es didaktisch für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit auf.
Mädchen und junge Frauen aus der ganzen Welt erzählen, welche Bedeutung Fußball in ihrem Leben spielt, wie er ihre Entwicklung unterstützt hat und welche Herausforderungen sie zu überwinden hatten.

Durch eine abwechslungsreiche Auswahl der Biographien und durch die intensive Mitarbeit von sozialen Straßenfußballprojekten aus Kambodscha , Indien, Israel,Ruanda, Chile und Brasilien werden verschiedene Themenfelder für diebildungsarbeit und eine Vielfalt von Perspektiven geöffnet.

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Jugendliche aus Brieselang und Santiago setzen bei Schulbegegnung in Deutschland Inhalte der Partnerschaft gemeinsam um

18.10.2010

18.Oktober 2010 | Vom 31.8. bis 18.9. fand die lang ersehnte 2. Begegnung zwischen den Schülerdelegationen der Hans-Klakow-Schule (Brieselang) und der Millahue-Schule (Santiago de Chile) statt. In Workshops zu Themen wie Demokratie und Macht, globale Werte sowie Straßenfußball und Konfliktlösung erarbeitete die Gruppe Lösungsstrategien und neue Ansätze für ihr Engagement in Brieselang und Santiago.

Dabei griffen sie auf eine bereits längere Geschichte ihrer Lernpartnerschaft zurück. Zwischen der ersten Begegnung im September 2009 und der diesjährigen Begegnung beschäftigten sich beide Schulen ausführlich mit den Themen Demokratie in der Schule und Globalem Lernen in Form von Projektwochen, insbesondere rund um die Lebensphilosophie Ubuntu. CHIGOL und KICKFAIR begleiten die langfristig angelegten Lernprozesse auf Schüler und Lehrerebene.

Im Mittelpunkt der beiden Begegnungen standen die Themen und Interessen der Jugendlichen selbst. So wurden die Inhalte der Workshops mit der Unterstützung von Musikpädagogen aus Brieselang im Song ‚Hoffnung Callejera‘ dokumentiert.

Bereits während der ersten Austauschbegegnung 2009 entwickelten Jugendliche von CHIGOL gemeinsam mit den Gastschülern aus Brieselang die erste Version „Hoffnung Callejera 1.0“, der die Bedeutung von Straßenfußball für die Begegnung erklärt.

Während der zweiten Austauschbegegnung entstand nun mit mehr Zeit und Aufwand der zweite Song „H.C. 2.0“. Die Jugendlichen Rapper schrieben ihre eigenen Texte über Themen wie Straßenfußball und Werte, Freundschaft und soziales Lernen und nahmen sie in einem kleinen Studio in Falkensee auf.

Im Anschluss an die Begegnung entwickelten die beiden Delegationen via Skype die nächsten Schritte, um sich in Zukunft in ihren Schulen als Mentoren der Methode und globaler Inhalte zu engagieren. Auf beiden Seiten lautet das Ziel, die Inhalte der Begegnung weiterzuentwickeln, eigene Folgeprojekte zu schaffen und so die gesamte Schule an den Inhalten teilhaben zu lassen.

→ Songtext Hoffnung Callejera 1.0
→ Zeitungsartikel

Cre-Arte führt Ubuntu – Wochen an FLG-Schulen in Bariloche durch

01.09.2010

27. September 2010 | Auch in Argentinien setzen sich aktuell Jugenldiche mit der südafrikanischen Philosophie Ubuntu auseinander (s. auch Bericht weiter unten). Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres führen aktuell drei verschiedenen Schulen Ubuntu-Wochen mit verschiedenen Workshops durch. Ziel der Ubuntu Wochen ist es, durch die südafrikanische UBUNTO Philosophie Themen wie Solidarität, Respekt und Zusammenhalt auf verschiedene Weise gemeinsam mit den Jugendlichen zu erarbeiten.
Anhand eines Interviews mit Desmond Tutu verknüpfen die Jugendlichen diese Werte mit den Inhalten des Straßenfußballs und übertragen sie auf andere Bereiche ihres Alltags. „ Einer alleine kann im Fussball nicht gewinnen, wir sind eine Mannschaft, auch außerhalb des Spielfeldes“ meint beispielsweise Oracio (8Jahre). Diese und ähnliche Gedanken wurden für die Jugendlichen zudem in Kooperationsspielen erfahrbar, bei denen Teamgeist und Kreativität gefragt war.

Ausführliche Beschreibung der Workshop-Inhalte

Escuela Millahue in Deutschland angekommen

18.10.2010 |

01. September 2010 | Um 4 Uhr ging es für die Schülerinnen und Schüler der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang los, um rechtzeitig zu Mittagszeit am Frankfurter Flughafen anzukommen. Gespannt warteten sie hier dann auf die Jugendlichen aus der Escuela Millahue in Chile, mit denen sie nun über zwei Wochen zusammenleben und arbeiten können. Vor gut einem Jahr hatten die Jugendlichen aus Brieselang bereit selbst die Möglichkeit gehabt zu einer ersten Begegnung nach Chile zu fliegen, der Reise der Chilenen ist nun der Gegenbesuch. Entsprechend groß war daher auch Aufregung und die Freude, die Freunde und Freundinnen aus Chile wieder zu sehen, mit denen sie bereits so viel erlebt haben.

Über das gesamte letzte Jahr hinweg hatte zwischen beiden Schulen ein intensiver Austausch stattgefunden, mit regelmäßigen Skype-Konferenzen, parallel durchgeführten Projektwochen zum Demokratie-Lernen und einem inhaltlichen Austausch über verschiedenen Fragestellungen wie etwas dem Thema „Ubuntu“. Die zwei Wochen in Deutschland bieten nun die Möglichkeit endlich direkt an den  vielen Ideen zu arbeiten, die über das Jahr entstanden sind.

So wollen die Jugendlichen beispielsweise an ihrem gemeinsam begonnen Songprojekt weiterarbeiten, mit dem sie ihre internationalen Erfahrungen und Visionen beschreiben und ein hierzu ein gemeinsames Video produzieren.

„Es ist wirklich unglaublich, was der Austausch über das letzte Jahr hinweg bei meinen Jugendlichen ausgelöst hat und wie sie sich entwickelt haben“, berichtet Schulleiter Rubén kurz nach der Ankunft. Am Tag der Arbeise in Chile wurden die Auswirkungen auf die gesamte Schule und die Kommune dann noch mal besonders deutlich. Um die 200 Personen, Eltern, Lehrer, Schüler begleiteten die Reisenden zum Flughafen, um sich zu verabschieden, darunter auch der Bürgermeister von Stadteil Cerro Navia. Bis zum 18. September sind sie nun in Deutschland. Wie bereits der erste Besuch, findet die Austauschbegegnung findet im Rahmen des ENSA-Programms von InWEnt statt, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird.

FLG-Schulen weltweit beschäftigen sich mit Ubuntu

30. August 2010 | Was bedeutet eigentlich Ubuntu? Diese Frage stellen sich aktuell Schülerinnen und Schüler von FLG-Schulen in der ganzen Welt. Grundlage dieser Auseinandersetzung ist ein Interview von Desmund Tutu aus dem Lernzirkel Südafrika, in dem er diese Vision für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben eindrücklich beschreibt.
Nach dem Motto „Meine Lebenswelt lokal – meine Vision global“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Form damit, was Ubuntu für das Zusammenleben weltweit aber auch in ihrem lokalen Umfeld bedeutet, welche Parallelen es zur Philosophie des Straßenfußballs gibt und wie sie selbst einen persönlichen Beitrag leisten können.

→ Aussagen deutscher Jugendlicher

Bürgermeister von Cerro Navia unterstützt Austauschbegegnung der Escuela Millahue in Deutschland

31.07.2010

31. Juli 2010 | Vorangegangen waren Gespräche von CHIGOL mit der Gemeindeverwaltung über Inhalte und Ziele der Lernpartnerschaft und der zweiten Austausch-begegnung zwischen der Escuela Millahue und der Oberschule Brieselang. Bei einem Treffen am 28. Juli zwischen CHIGOL und dem Bürgermeister von Cerro Navia sagte dieser eine Förderung der Begegnungsreise über die Abteilung Sport und Erziehung zu.
An der Begegnung, die vom 31. August bis zum 18. September in Deutschland stattfindet, werden acht Jugendliche aus dem Viertel Cerro Navia teilnehmen.

Internationales Symposium zu Fußball-Lernen-Global

12.04.2010

12. April 2010 | Im Rahmen des internationalen Symposiums vom 08. bis zum 15. April trafen sich alle die Projekt-Partner von Fußball-Lernen-Global über eine gesamte Woche hinweg bei KICKFAIR. Gemeinsam wurden die inhaltlichen und strukturellen Linien der Zusammenarbeit in den nächsten Jahren diskutiert und festgelegt.
Für 2010 und 2011 wurden konkrete Projektideen entwickelt, die parallel in den verschiedenen Ländern umgesetzt werden sollen und somit Raum für einen vielfältigen Austausch zwischen den Jugendlichen weltweit bieten.

Die Friedenskarawane (Caravanami) besucht FLG-Schule

27.03.2010

27.03.2010 | Für den Frieden auf dem Landweg von Berlin nach Johannesburg über Ostfildern, Valletta, Kairo, Assuan, Karthoum, Marsabit, Jinjo und Kigali. Rechtzeitig zur Fußball-WM wollen sie in Johannesburg angekommen sein. „Sie“, das ist eine Gruppe von sieben jungen SportlerInnen, KünsterInnen und SchauspielerInnen aus Rwanda, Uganda, Kenia, dem Kongo und Deutschland. Gemeinsam bilden sie die „Caravanamani“, auf Deutsch Friedenskarawane.
Bei jedem Stopp wollte sie mit Bürgern und Bürgerinnen ins Gespräch kommen, von zu Hause, von ihren Lebenssituationen erzählen und dabei nicht nur regionale Konflikte benennen, sondern deren globale Konfliktzusammenhänge zum Thema machen.
Organisiert wurde die Friedenskarawane von Espérance aus Ruanda. Jugendliche aus Ostfildern und Kigali sind schon seit 2008 miteinander verbindet. Im Rahmen von Fußball-Lernen-Global konnte eine Lernpartnerschaft aufgebaut und nachhaltig in den Schulalltag der die Erich-Kästner Hauptschule Ostfildern verankert werden. Deren Schüler und Schülerinnen hatten die Schule mit ausdrucksstarken Bildern ihres Afrika-Acryl-Projekts aus dem Vorjahr dekoriert und schafften so eine herzliche Atmosphäre für die Gäste und deren Anliegen.

Projektwoche „Demokratie-Lernen in der Schule durch Straßenfußball“ an der Escuela Millahue

20.03.2010_FLG

20. März 2010 | Eine Woche lang beschäftigten sich alle Klassenstufen der Escuela Millahue mit der Frage, was Demokratie in ihrer Schule konkret bedeutet. Dies geschah in den Vorschulklassen spielerisch und über gemeinsame Malworkshops, in denen insbesondere auch die Eltern der SchülerInnen eingebunden wurden. Die höheren Klassen näherten sich über Diskussionen dem Thema an. Ziel der Projektwoche war es laut Rubén, dem Schulleiter der Millahue 405 Schule, „das tägliche Zusammenleben aller Mitwirkenden in der Schule bezogen zu reflektieren, positiv zu definieren und zu leben“.

Die Idee der Demokratie-Woche hat die Escuela Millahue von ihrer Partnerschule aus Brieselang bekommen. Bei einem Besuch hatte deren Schulleiter, Christof Kürschner, ihr erfolgreiches Vorgehen in diesem Bereich geschildert. Die Oberschule hatte über mehrer Straßenfußball und Regel-Workshops gemeinsam mit allen Schülerinnen und Schülern in einem demokratischen Verfahren eine neue Schulordnung erarbeitet.

→ Regel- und Demokratie-Lernen durch Straßenfußball

Gemeinsam lernen rund um den Globus – Ein besonderes Beispiel globalen Lernens

Juli 2009

Juli 2009 | Stolz halten die Jugendlichen der Erich-Kästner-Hauptschule das Buch „Respect“ in der Hand, für das sie den Schülerpreis Baden-Württemberg erhalten haben. Über ein ganzes Jahr hinweg haben die Schüler und Schülerinnen daran mit den Jugendlichen aus der Partnerorganisation Espérance in Ruanda daran gearbeitet. Ausgangspunkt war die Frage: „Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir den Frieden genau so ernst nehmen würden, wie den Fußball?“ Auf beiden Seiten machten sie sich daran, Texte zu diesem Thema zu verfassen und dabei ihre Sichtweisen zu vergleichen. Illustriert wurde das Buch mit Bildern von behinderten Künstlern aus der Organisation Cre-Arte in Argentinien.

November 2009: Gespannt lauschen die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Escuela Siglo XXI in Bariloche (Argentinien) den Geschichten, die Florian, Matthias und Fabricio (drei ASA- Stipendiaten) aus dem „Respect“-Buch vorlesen. Von den Gedanken der Jugendlichen aus Deutschland und Ruanda inspiriert machen sie sich anschließend selbst ans Werk. In verschiedenen Workshops im Bereich Literatur und Kunst, setzen sich die argentinischen Jugendlichen mit dem Thema Frieden auseinander und drücken ihre Ideen hierzu in vielfältiger Form aus.

Die positiven Erfahrungen und die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler in Argentinien sind beispielhaft für ein zentrales Anliegen von Fußball – Lernen – Global: Jugendliche aus der ganzen Welt lernen von- und miteinander, entwickeln gemeinsame Ideen und Visionen und werden über ihre Lernprojekte und -produkte zu Multiplikatoren globaler Lerninhalte für andere Jugendliche weltweit.